Adobe Aktie: Konkurrenzdruck wächst

Trotz solider Quartalszahlen sehen Analysten die Adobe-Aktie durch agile Konkurrenten wie Canva unter Druck. Das Rating wurde herabgestuft, während die KI-Strategie auf den Prüfstand kommt.

Die Kernpunkte:
  • Herabstufung durch BMO Capital Markets
  • Canva gewinnt bei jungen Nutzern an Boden
  • Starke operative Zahlen im letzten Quartal
  • KI-Integration Firefly als Schlüssel für 2026

Trotz solider Geschäftszahlen gerät der Software-Gigant Adobe zunehmend in die Defensive. Während die Umsätze stimmen, warnen Analysten eindringlich vor einer wachsenden Bedrohung durch agile Konkurrenten wie Canva und fehlenden kurzfristigen Impulsen. Anleger stehen vor der entscheidenden Frage: Kann der Platzhirsch seine Dominanz im Zeitalter der KI verteidigen oder bröckelt der Burggraben?

Analysten skeptisch: Canva wildert im Revier

Zum Wochenausklang gab die Adobe-Aktie nach und schloss am Freitag bei 333,95 US-Dollar, ein Minus von 1,50 Prozent. Auslöser für die Zurückhaltung war eine Herabstufung durch BMO Capital Markets. Analyst Keith Bachman senkte das Rating von „Outperform“ auf „Market Perform“ und reduzierte das Kursziel auf 375 US-Dollar.

Der Grund für die Skepsis liegt in der veränderten Wettbewerbslandschaft. Eigene Erhebungen der Bank zeigen alarmierende Trends: Über 50 Prozent der Studenten und Freelancer nutzen mittlerweile Canva für ihre kreativen Workflows. Ohne einen klaren kurzfristigen Kurstreiber dürfte die Aktie laut BMO in ihrer aktuellen Handelsspanne verharren.

Das Meinungsbild an der Wall Street ist jedoch gespalten. Während Jefferies das Papier bereits Anfang der Woche auf „Hold“ abstufte, hält Wells Fargo an der Kaufempfehlung und einem Kursziel von 420 US-Dollar fest. Einige institutionelle Investoren sehen in Adobes langfristiger KI-Strategie weiterhin Potenzial, ungeachtet der aktuellen Störgeräusche.

Starke Zahlen gegen KI-Sorgen

Die negative Stimmung steht im Kontrast zur operativen Stärke des Unternehmens. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 übertraf Adobe mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar (+10,5 Prozent) und einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen der Analysten.

Doch der Markt ignoriert diese Erfolge weitgehend und fokussiert sich auf den Kampf um die KI-Vorherrschaft. Neben Canva macht vor allem ByteDance Druck: Berichten zufolge hat sich die App CapCut schätzungsweise 81 Prozent der aktiven Nutzer im Bereich mobiler Videobearbeitung gesichert. Dies bedroht direkt Adobes Einstiegsangebote. Zusätzlich belasten Spekulationen über einen möglichen Börsengang von Canva in den kommenden zwei Jahren die Bewertung des etablierten Anbieters.

Aktuell wird Adobe mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 20 gehandelt, was deutlich unter dem historischen Durchschnitt liegt. Während Optimisten dies als günstige Einstiegsgelegenheit betrachten, sehen Kritiker darin einen gerechtfertigten Abschlag für das erhöhte Dispositionsrisiko.

Blick auf das Geschäftsjahr 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 23,30 und 23,50 US-Dollar in Aussicht. Diese Prognose stützt sich maßgeblich auf die erfolgreiche Integration der generativen KI „Firefly“ in Unternehmensanwendungen, um höhere Umsätze pro Nutzer zu generieren. Damit sich das Sentiment nachhaltig dreht, muss Adobe in den kommenden Quartalen beweisen, dass Firefly Kunden effektiv bindet und nicht nur technische Spielerei bleibt.

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