Adobe Aktie: Leises Unbehagen?
Adobe erreicht ein neues 52-Wochen-Tief, getrieben von einer breiten Verkaufswelle im Software-Sektor aufgrund von KI-Sorgen, trotz zuletzt solider operativer Zahlen.

- Neues 52-Wochen-Tief bei rund 265 US-Dollar
- Sektorweite Verkäufe durch KI-Bedenken ausgelöst
- Mehrere Analysten senkten ihre Bewertungen
- Solide Quartalszahlen und positive Prognose für 2026
Adobe rutscht auf ein neues 52-Wochen-Tief – und das weniger wegen eigener Schwächen als wegen einer breiteren Verkaufswelle im Software-Sektor. Auslöser sind Sorgen, dass generative KI klassische Software-Anwendungen stärker unter Preisdruck setzt und Märkte „commoditisiert“. Doch wie gut passt dieser Abverkauf zu den zuletzt gemeldeten Zahlen?
- Neues 52-Wochen-Tief: 262,95 US-Dollar (intraday, am Montag)
- Seit Jahresbeginn: rund 24% im Minus
- Nächste Quartalszahlen: 12. März
KI-Sorgen treffen den gesamten Sektor
Der jüngste Rücksetzer fällt in eine Phase, in der Investoren Softwarewerte insgesamt reduzieren. Hintergrund sind neue KI-Modelle von Anthropic und OpenAI, die Anfang Februar veröffentlicht wurden. Am Markt wuchs daraufhin die Sorge, dass autonome KI-Agenten spezialisierte Software in einzelnen Nischen teilweise ersetzen oder zumindest stärker austauschbar machen könnten.
Dabei reagierten Anleger offenbar nicht nur auf einzelne Geschäftsmodelle, sondern verkauften ganze Software-“Körbe”. In einer der jüngsten Abverkaufs-Sitzungen gab der S&P-500-IT-Sektor laut Bericht um knapp 3% nach.
Verkaufssignal auch von großen Investoren – und Analysten werden vorsichtiger
Die Aktie hat 2026 bisher deutlich verloren: Am Montag schloss sie bei 266,90 US-Dollar, am Dienstag ging es weiter abwärts auf 264,67 US-Dollar. Damit liegt der Kurs rund 43% unter dem 52-Wochen-Hoch von 465,70 US-Dollar (Februar 2025).
Zusätzlich verstärkte institutioneller Verkauf den Druck: Wilson Asset Management International reduzierte seinen Anteil laut TIKR-Analyse um 78,4%. Signature Estate & Investment Advisors baute die Position demnach sogar um 98,4% ab.
Auch von Analystenseite kamen zuletzt mehrere Dämpfer:
– Goldman Sachs startete im Januar mit „Sell“ und einem Kursziel von 290 US-Dollar
– Oppenheimer stufte von „Outperform“ auf „Market Perform“ ab
– BMO Capital Markets senkte von „Outperform“ auf „Market Perform“ und reduzierte das Kursziel von 400 auf 375 US-Dollar
– Piper Sandler setzte auf „Neutral“ mit Kursziel 330 US-Dollar
Der Konsens liegt laut MarketBeat weiterhin bei „Hold“, das durchschnittliche Kursziel wird mit etwa 401 US-Dollar angegeben.
Fundament und Bewertung laufen auseinander
Operativ lieferte Adobe zuletzt solide Zahlen: Im vierten Quartal 2025 lag der Gewinn je Aktie bei 5,50 US-Dollar und damit über der Erwartung von 5,40 US-Dollar. Der Umsatz kam mit 6,19 Mrd. US-Dollar ebenfalls über dem Konsens von 6,11 Mrd. US-Dollar.
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete das Unternehmen:
– Rekordumsatz von 23,77 Mrd. US-Dollar (+11% zum Vorjahr)
– Nettoergebnis von 7,13 Mrd. US-Dollar (nach 5,56 Mrd. im Geschäftsjahr 2024)
– jährliche wiederkehrende Erlöse (ARR) zum Periodenende von 25,2 Mrd. US-Dollar (+11,5%)
Für 2026 stellte Adobe Erlöse von 25,9 bis 26,1 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie soll bei 23,30 bis 23,50 US-Dollar liegen.
Parallel dazu ist die Bewertung deutlich geschrumpft: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (nachlaufend) liegt laut CNBC bei etwa 16, das erwartete KGV bei rund 11,4. Die Marktkapitalisierung beträgt ungefähr 109,6 Mrd. US-Dollar; der institutionelle Anteil liegt laut MarketBeat bei 81,79%.
Am 12. März stehen die nächsten Zahlen an – sie dürften zum zentralen Prüfpunk werden, ob die Prognose für 2026 trägt oder ob die KI-getriebene Skepsis im Software-Sektor den Bewertungsdruck weiter hochhält.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




