Adobe Aktie: Stolperfallen erkannt!

Die Adobe-Aktie notiert auf einem neuen Mehrjahrestief, getrieben von Analystenabstufungen und Zweifeln an der Profitabilität der KI-Investitionen des Konzerns.

Die Kernpunkte:
  • Mehrere große Banken stufen Adobe-Aktie herab
  • Skepsis an Wirtschaftlichkeit der KI-Projekte
  • Aktie notiert deutlich unter historischen Höchstständen
  • Technische Lage signalisiert Überverkauftheit

Adobe hat die Woche mit einem neuen Mehrjahrestief beendet. Die Aktie schloss am Freitag bei 296,12 US‑Dollar, ein Minus von 2,62 % zum Vortag. Auslöser waren weitere Abstufungen durch Analysten und anhaltende Zweifel an der Profitabilität der KI-Investitionen.

Serie von Herabstufungen belastet

Im Wochenverlauf hat sich die negative Einschätzung großer Häuser deutlich verstärkt. Mehrere Institute nahmen ihre Bewertungen zurück oder verschärften ihren Ausblick:

  • Wall Street Zen senkte am Samstag seine Empfehlung von „Buy“ auf „Hold“ und verwies auf nachlassende technische Dynamik und Bewertungsrisiken.
  • Oppenheimer degradierte die Aktie bereits am Montag von „Outperform“ auf „Perform“ und strich zugleich das Kursziel, da kurzfristige Kurstreiber fehlten.
  • Goldman Sachs startete die Beobachtung der Aktie am Sonntag mit „Sell“ und einem Kursziel von 290 US‑Dollar – ein Niveau, das nun in Reichweite liegt.
  • BMO Capital hatte seine Einschätzung zuvor auf „Market Perform“ zurückgenommen und vor zunehmendem Wettbewerbsdruck durch günstigere Anbieter wie Canva gewarnt.

Obwohl der Kurs inzwischen rund 50 % unter seinen Höchstständen aus 2024 notiert, setzte sich der Abgabedruck fort. Das Handelsvolumen lag am Freitag mit 8,53 Millionen Papieren deutlich erhöht, was auf anhaltende Verkäufe vor allem größerer Adressen hindeutet.

KI-Zweifel trotz Wachstumsprognose

Im Gegensatz zur Kursentwicklung fallen die vorgelegten Prognosen durchaus robust aus. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt Adobe einen Umsatz von 25,9 bis 26,1 Milliarden US‑Dollar in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 23,30 und 23,50 US‑Dollar liegen.

An der Börse überwiegt dennoch die Skepsis. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Adobe seine KI-Projekte wirtschaftlich ausreichend nutzen kann. Zwar baut der Konzern Funktionen wie das KI-Modell Firefly in Creative Cloud ein, Kritiker sehen den zusätzlichen Umsatz aber bislang als zu gering an, um mögliche Marktanteilsverluste an spezialisierte KI-Neuanbieter auszugleichen.

Am Markt spiegelt sich diese Vorsicht in der Bewertung wider: Die Aktie wird nur noch etwa mit dem 14‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt – ein im historischen Vergleich niedriger Multiplikator, der ein deutlich verlangsamtes Wachstum einpreist.

Technische Lage vor wichtigem Handelstag

Heute bleiben die US‑Börsen wegen Martin Luther King Jr. Day geschlossen. Damit rückt der Dienstag als nächster wichtiger Test in den Fokus. Der Kurs liegt nur knapp über der von Goldman Sachs genannten Marke von 290 US‑Dollar.

Charttechnisch wirkt die Aktie deutlich überverkauft. Dass es am Freitag dennoch zu keiner spürbaren Gegenbewegung kam, deutet auf anhaltende Dominanz der Verkäufer hin. Aus technischer Sicht gelten dabei zwei Marken als entscheidend: Hält der Bereich um 295 US‑Dollar, wäre zumindest eine Stabilisierung möglich. Ein Rutsch unter 290 US‑Dollar würde den Weg für weitere Abgaben öffnen, während erst ein Anstieg zurück über 305 US‑Dollar eine ernsthafte Entspannung des aktuellen Abwärtstrends signalisieren würde.

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