Adobe Aktie: Unerwartete Hindernisläufe?
Adobe sieht sich unter Druck durch einen Branchentrend weg von klassischen Abo-Modellen hin zu KI-getriebenen Lösungen. Die Aktie wird von der geplanten Semrush-Übernahme und dem anstehenden Quartalsbericht beeinflusst.

- Sektor unter Druck durch Abwanderung zu KI-Anbietern
- Übernahme von Semrush für 1,9 Milliarden Dollar geplant
- Nächste Quartalszahlen und KI-Updates am 12. März
- KI beeinflusst bereits über ein Drittel der wiederkehrenden Umsätze
Der Softwaresektor startet 2026 mit Gegenwind – und Adobe gerät dabei mit unter die Räder. Anleger fürchten, dass klassische Abo-Software (SaaS) im Wettlauf mit KI-Anbietern an Tempo verliert. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf zwei konkrete Termine: eine geplante Übernahme und die nächsten Quartalszahlen.
- Sektortrend: Kapital wandert aus Abo-Software in andere KI-nahe Bereiche ab
- Strategiepunkt: Semrush-Übernahme für rund 1,9 Mrd. US-Dollar (Barzahlung)
- Nächster Fixpunkt: Zahlen am 12. März (Q1 GJ 2026)
Softwarewerte rutschen ab
Auslöser der jüngsten Schwäche war laut Reuters ein deutlicher Rücksetzer bei US-Softwareaktien am 29. Januar, nachdem Ergebnisse von SAP und ServiceNow die Sorgen verstärkten, traditionelle Anbieter könnten gegenüber KI-getriebenen Wettbewerbern ins Hintertreffen geraten. In diesem Umfeld gaben auch Adobe sowie andere Branchentitel wie Salesforce und Datadog nach.
Der S&P-500-Index für Software und Services fiel auf ein Neun-Monats-Tief. Dahinter steht eine Rotation weg von Abo-Modellen. Als Treiber nennt der Bericht die schnell wachsenden KI-Fähigkeiten – etwa die unmittelbare Erstellung von Code und Anwendungen –, die etablierte SaaS-Geschäftsmodelle unter Druck setzen.
J.P. Morgan beschrieb die Lage in einer Analystennotiz als anhaltend schwache Stimmung im Softwarebereich, verbunden mit gedrückten Bewertungen trotz gleichbleibender oder sogar steigender Erwartungen der Investoren.
Semrush-Deal: Abschluss in H1 geplant
Parallel läuft bei Adobe ein wichtiger strategischer Schritt: die geplante Übernahme von Semrush Holdings. Adobe hatte im November angekündigt, Semrush in einer reinen Bartransaktion für rund 1,9 Milliarden US-Dollar zu kaufen.
Der Abschluss wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und üblicher Abschlussbedingungen. Zudem liegen Zusagen zur Zustimmung vor: Gründer und weitere Anteilseigner von Semrush, die zusammen mehr als 75% der Stimmrechte repräsentieren, wollen für die Transaktion stimmen.
Ziel ist es, die Position im Bereich Generative Engine Optimization (GEO) und klassische SEO-Funktionen innerhalb des Digital-Experience-Geschäfts zu stärken.
Nächster Kurstreiber: Zahlen am 12. März
Der nächste klare Datenpunkt ist der 12. März: Dann legt Adobe die Ergebnisse für Q1 des Geschäftsjahres 2026 vor. Dort dürfte das Management auch Updates zu KI-Initiativen und zum Integrationsfortschritt liefern – also genau zu den Themen, die den Sektor derzeit bewegen.
Als Ausgangslage aus dem Vorquartal nannte das Unternehmen im Dezember für Q4 (GJ 2025) eine Annual Recurring Revenue (ARR) von 25,2 Mrd. US-Dollar; zudem habe das Management angegeben, dass KI-beeinflusste ARR inzwischen mehr als ein Drittel des Geschäfts ausmacht.
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