Adobe: CFO verkauft $331.354 zur Buyback-Ankündigung

Adobes Aktie fällt trotz 25-Mrd.-Rückkauf und KI-Strategie. CEO-Wechsel und Analystenskepsis belasten das Vertrauen der Anleger.

Die Kernpunkte:
  • 25 Mrd. USD Aktienrückkauf angekündigt
  • Neues erfolgsbasiertes KI-Preissystem
  • Finanzchef verkauft Aktien vor Ankündigung
  • Quartalsbericht im Juni als wichtiger Test

Ein 25 Milliarden US-Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm und eine neue KI-Strategie sollten die Wende bringen. Stattdessen verharrt die Adobe-Aktie in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Der Softwarekonzern kämpft am Markt mit einer tiefgreifenden Vertrauenskrise. Ein bevorstehender Chefwechsel und skeptische Analysten überschatten die operativen Vorstöße.

Mit einem Freitagsschlusskurs von 206,20 Euro hat das Papier seit Jahresbeginn über 27 Prozent an Wert verloren. Die Aktie notiert damit fast 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die fundamentale Bewertung ist auf ein Mehrjahrestief abgerutscht. Das Unternehmen wird aktuell nur noch mit dem Zehnfachen des erwarteten Gewinns gehandelt.

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Neues Preismodell für Künstliche Intelligenz

Auf dem hauseigenen Summit in Las Vegas präsentierte das Management einen radikalen Strategiewechsel. Das bisherige Kernprodukt Experience Cloud weicht der neuen Plattform CX Enterprise. Der Clou dabei ist die Monetarisierung. Adobe verabschiedet sich von klassischen Lizenzen und wechselt zu einer erfolgsbasierten Preisgestaltung für seine KI-Agenten.

Kunden zahlen künftig über ein zentrales Credit-System nach konkreten Wertmetriken. Die Architektur ist stark auf Interoperabilität ausgelegt. Die neuen Werkzeuge funktionieren nahtlos mit Systemen von Amazon, Google oder OpenAI. Eine Partnerschaft mit Nvidia soll speziell regulierte Branchen ansprechen.

Insiderverkäufe und Analystenskepsis

Ein unglückliches Timing zeigte derweil die Führungsetage. Nur Tage vor der Ankündigung des Aktienrückkaufs trennte sich Finanzchef Daniel Durn von Papieren im Wert von rund 330.000 US-Dollar. Erschwerend kommt die Ankündigung von Langzeit-CEO Shantanu Narayen hinzu, seinen Posten räumen zu wollen. Das schafft zusätzliche Unsicherheit auf der Führungsebene.

Die Wall Street reagiert gespalten auf diese Gemengelage. RBC Capital sieht ein Kursziel von 350 US-Dollar und lobt die KI-Fortschritte. UBS und Citi senkten ihre Ziele hingegen auf 260 beziehungsweise 253 US-Dollar. Der Konsens der Experten lautet aktuell lediglich auf Halten.

Der entscheidende Test im Juni

Operativ läuft das Geschäft keineswegs schlecht. Das Management peilt für das zweite Quartal einen Umsatz von bis zu 6,48 Milliarden US-Dollar an. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze mit KI-Produkten haben sich laut Unternehmensangaben zuletzt verdreifacht.

Das Hauptaugenmerk liegt nun auf dem kommenden Quartalsbericht im Juni. Im ersten Jahresviertel enttäuschte das Neugeschäft im Bereich Digital Media mit 400 Millionen US-Dollar die Erwartungen. Ein Sprung über die Marke von 450 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal würde belegen, dass die Monetarisierung der neuen KI-Funktionen greift und das schwächelnde Bildlizenzgeschäft ausgleicht.

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