Adobe: Photoshop 27.6 mit KI-Automatisierung

Trotz Rekordumsatz und Milliarden-Rückkaufprogramm leidet die Adobe-Aktie unter Konkurrenzängsten und Führungswechsel.

Die Kernpunkte:
  • Neue KI-Funktionen in Photoshop und Lightroom
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 27 Prozent
  • 25 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe genehmigt
  • KI-Abonnements verdreifachen sich im Jahresvergleich

Rekordumsätze und massive Aktienrückkäufe treiben Software-Titel normalerweise an. Bei Adobe klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Konzern rollt tiefgreifende KI-Funktionen in seinen Kernprodukten aus, während die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief notiert.

Am Dienstag veröffentlichte das Unternehmen die Version 27.6 von Photoshop und Lightroom. Im Zentrum stehen automatisierte Workflows. Eine neue Rotationsfunktion erlaubt die dreidimensionale Bearbeitung flacher Objekte inklusive Echtzeit-Beleuchtung. Ein Aufräum-Werkzeug strukturiert komplexe Dokumente selbstständig. Parallel dazu optimierte Adobe die Leistung für bestimmte AMD-Prozessoren spürbar.

Führungskrise und Kursverfall

Die technologischen Fortschritte verpuffen am Markt weitgehend. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent an Wert verloren. Gestern schloss die Aktie bei 206,45 Euro und damit weit unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von knapp 26 signalisiert eine stark überverkaufte Situation.

Investoren fürchten die Konkurrenz durch neue, eigenständig agierende KI-Modelle. Erschwerend kommt der angekündigte Führungswechsel hinzu. Langzeit-CEO Shantanu Narayen tritt nach 18 Jahren an der Spitze ab, sobald ein Nachfolger feststeht. Er wechselt im Anschluss auf den Posten des Verwaltungsratschefs.

Milliarden für die Aktionäre

Operativ liefert der Softwarekonzern derweil robuste Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsquartal stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 6,40 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 6,06 Dollar die Markterwartungen.

Um den Kursverfall zu stoppen, hat der Verwaltungsrat ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm genehmigt. Bis April 2030 kann Adobe eigene Papiere im Wert von bis zu 25 Milliarden Dollar erwerben. CFO Dan Durn begründet diesen Schritt mit dem Rekord-Cashflow des Unternehmens.

Ein genauerer Blick auf die Abonnements zeigt eine Verschiebung. Das Neugeschäft im Bereich der digitalen Medien verfehlte die Analystenschätzungen leicht. Im Gegenzug verdreifachten sich die wiederkehrenden Umsätze mit reinen KI-Produkten im Jahresvergleich. Die kürzlich vom Bundeskartellamt freigegebene Übernahme des Analyse-Spezialisten Semrush soll nun die Marktposition im digitalen Marketing weiter absichern.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 14 ist die Aktie historisch günstig bewertet. Der Fokus des Marktes richtet sich nun auf die anstehende Nachfolgeregelung an der Unternehmensspitze. Sobald der neue CEO feststeht, muss dieser beweisen, dass die tiefere KI-Integration die Abwanderung von Kreativprofis zu agileren Start-ups verhindern kann.

Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 30. April liefert die Antwort:

Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Adobe