Advanced Blockchain Aktie: 3,48 Millionen Jahresfehlbetrag 2025

Advanced Blockchain schließt Sanierung ab und fokussiert sich künftig auf KI und Robotics. Analysten sehen Potenzial, die Aktie notiert jedoch nahe dem Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro
  • Neue Strategie setzt auf KI und Robotics
  • Gesellschafterdarlehen sichert vorerst Betrieb
  • Analysten bestätigen Kursziel von 2,00 Euro

Advanced Blockchain schließt das Kapitel der bilanziellen Altlasten ab. Der Konzernumbau unter dem Namen „ABAG 2.0“ kostet derzeit viel Geld. Parallel dazu kündigt das Management neue Wachstumsfelder an.

Das Geschäftsjahr 2025 markierte einen tiefen Einschnitt. Die Muttergesellschaft steigerte den Umsatz zwar leicht auf 0,31 Millionen Euro. Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro belasteten jedoch das Ergebnis massiv.

Unter dem Strich steht ein Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 1,78 Millionen Euro. Diese Zahlen spiegeln den harten Sanierungskurs wider.

Auch die Tochtergesellschaft Incredulous Labs schrieb rote Zahlen. Der Fehlbetrag summierte sich dort auf rund 17 Millionen US-Dollar. Ursache waren Abschreibungen auf Token-Rechte und Portfolio-Investitionen. Ein kleiner Lichtblick: Die Tochter erhielt einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk. Dies wertet der Markt als Fortschritt bei der Transparenz.

Fokus auf KI und Robotics

Advanced Blockchain will weg vom reinen Beteiligungsmodell. Die neue Strategie setzt auf Consulting, Treasury und Analytics. Der Fokus verschiebt sich zudem auf Künstliche Intelligenz und Robotics.

Das Portfolio soll sich künftig auf wenige Kernpositionen konzentrieren. Dazu zählen Projekte wie Panoptic oder PEAQ. Panoptic startete kürzlich eine neue Version für den On-Chain-Handel mit tokenisierten Vermögenswerten.

Finanzierung und Fahrplan

Ein Gesellschafterdarlehen im sechsstelligen Bereich sichert vorerst den Betrieb. Diese Mittel fließen in die Reaktivierung der Einheit FinPro. Das Management braucht jedoch weitere Monetarisierungen von Portfoliowerten, um den Plan dauerhaft zu finanzieren.

Die Analysten von GBC stufen das Papier weiterhin als spekulativ ein. Dennoch bestätigten sie ihr Kursziel von 2,00 Euro bis Ende 2027. Aktuell notiert die Aktie bei 1,07 Euro, ein Tagesverlust von rund neun Prozent. Damit nähert sich das Papier wieder dem Jahrestief an.

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand erneut mit einem Fehlbetrag. Dieser soll allerdings niedriger ausfallen als im Vorjahr. Weitere Details zur strategischen Ausrichtung folgen auf der Hauptversammlung im August 2026.

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