AdyenV Aktie: Bayern-Partnerschaft verlängert

Adyen wickelt weiterhin Arena-Zahlungen und den internationalen Online-Handel des FC Bayern ab; kürzere Bezahlzeiten gingen mit mehr Kiosktransaktionen einher.

Die Kernpunkte:
  • Zusammenarbeit mit dem FC Bayern verlängert
  • Bezahlvorgänge im Stadion drei Sekunden kürzer
  • Rund zehn Prozent mehr Kiosktransaktionen
  • Aktie seit Jahresbeginn 34 Prozent im Minus

Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen baut seine Kooperation mit dem FC Bayern München weiter aus. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, wurde die bestehende Partnerschaft verlängert. Die Vereinbarung umfasst weiterhin sowohl die Zahlungsabwicklung in der Münchner Allianz Arena als auch den weltweiten E-Commerce des Fußballvereins. An den Finanzmärkten legte das Papier des Zahlungsabwicklers heute um 2,2 Prozent auf 907,20 Euro zu.

Schnellere Transaktionen an Spieltagen

Kern der Zusammenarbeit bleibt die Optimierung der Zahlungsvorgänge rund um den Spielbetrieb. Nach Angaben von Adyen konnte die durchschnittliche Dauer eines Bezahlvorgangs im Stadion durch den Einsatz der eigenen Plattform von zuvor 30 Sekunden auf 27 Sekunden verkürzt werden. Diese zeitliche Einsparung ermöglichte an Spieltagen einen Zuwachs von rund 10 Prozent bei den Transaktionen an den Verkaufskiosken der Arena.

Neben dem stationären Betrieb deckt die Technologie des Zahlungsdienstleisters auch den internationalen Online-Handel des Vereins ab. Für das Unternehmen dient das Großprojekt im Profisport als Referenz, um die Leistungsfähigkeit seiner Plattform bei hohem Transaktionsaufkommen unter Beweis zu stellen.

Einstufungen von Jefferies und Goldman Sachs

Unterdessen blicken Marktbeobachter weiterhin auf die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens. Am 7. Oktober bestätigte das Analysehaus Jefferies die Einstufung für die Anteilsscheine mit einer Kaufempfehlung und setzte das Kursziel bei 1.233 Euro an.

Auch Goldman Sachs stuft die Papiere mit einem Kaufvotum ein. Das Haus reduzierte das Kursziel von 1.850 Euro auf 1.750 Euro, nannte dabei jedoch keine spezifischen Gründe für die Anpassung des Zielwerts.

Gremienbesetzung und Jahresentwicklung

Auf organisatorischer Ebene gab es bei Adyen ebenfalls Veränderungen. Am 7. Oktober stimmten die Aktionäre im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung der Berufung von Chris Vogelzang in den Aufsichtsrat zu, womit dessen Ernennung wirksam wurde.

Am Aktienmarkt verzeichnet der Titel trotz des heutigen Kursanstiegs seit Jahresbeginn ein Minus von 34 Prozent. Vom bisherigen Jahrestief kann sich das Papier indes absetzen und behauptet einen Abstand von 17 Prozent über dieser Marke. Anleger beobachten nun, inwieweit die operative Entwicklung und Effizienzgewinne bei Großkunden wie dem FC Bayern München dem Geschäft zusätzliche Impulse verleihen können.

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