Aemetis Aktie: 80 Millionen Gallonen in Indien

Aemetis profitiert von günstigen SAF-Produktionsaussichten in Indien und treibt Modernisierung in Kalifornien voran. Der Aktienkurs legt deutlich zu.

Die Kernpunkte:
  • Kursanstieg von über 21 Prozent
  • Indien produziert SAF günstiger
  • Börsengang der Indien-Tochter geplant
  • Modernisierung senkt Erdgasverbrauch

Aemetis setzt seinen Höhenflug an der Börse fort. Innerhalb einer Woche kletterte der Kurs des Spezialisten für erneuerbare Kraftstoffe um über 21 Prozent. Investoren setzen vor dem anstehenden Quartalsbericht im August auf eine operative Wende.

Billiger Treibstoff aus Indien

Ein zentraler Kurstreiber ist eine neue Branchenstudie zum indischen Markt für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF). Indien kann grünes Kerosin demnach bis zu 40 Prozent günstiger produzieren als der globale Wettbewerb. Davon profitiert die Aemetis-Tochter Universal Biofuels direkt.

Das Tochterunternehmen betreibt dort eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 80 Millionen Gallonen. Das Management plant parallel dazu einen Börsengang für diesen Firmenteil. Mit dem Erlös soll ein eigenes Werk für Flugkraftstoffe entstehen.

Frisches Kapital und Effizienzsprung

Im Heimatmarkt Kalifornien treibt Aemetis die Modernisierung der Keyes-Ethanolanlage voran. Ein neues System zur mechanischen Brüdenverdichtung soll den Erdgasverbrauch um rund 80 Prozent senken. Der Konzern erwartet dadurch ein jährliches Plus beim Cashflow von etwa 32 Millionen US-Dollar.

Dafür verkaufte Aemetis jüngst Steuergutschriften im Wert von 18 Millionen US-Dollar. Diese Kapitalspritze stützt den Fünfjahresplan bis 2028. Das Ziel ist eine deutliche Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis.

Aufholjagd im laufenden Jahr

Trotz eines schwierigen Vorjahres zeigt die Aktie 2026 eine starke Dynamik. Seit Jahresbeginn verbuchte das Papier ein Plus von rund 49 Prozent. Damit lässt das Unternehmen viele Konkurrenten aus dem Sektor der erneuerbaren Energien hinter sich.

Der Fokus der Märkte richtet sich nun auf den August 2026. Dann wird das Management im Rahmen der Quartalszahlen darlegen, ob der finanzielle Wendepunkt erreicht ist. Die geplante Abspaltung der Indien-Sparte bleibt dabei der wichtigste strategische Hebel für die kommenden Monate.

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