AeroVironment Aktie: 179-Millionen-Verlust im Quartal

Sammelklagen und Bilanzfehler erschüttern AeroVironment. Der Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn über 41 Prozent und notiert nahe dem Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Sammelklagen wegen angeblicher Täuschung
  • Wertberichtigung von über 150 Millionen Dollar
  • Interne Kontrollschwäche aufgedeckt
  • Kursverlust von 41 Prozent seit Januar

AeroVironment steckt tief in der Krise. Eine Serie von Sammelklagen setzt den US-Rüstungskonzern massiv unter Druck. Anleger werfen dem Management vor, über die Wettbewerbssituation bei wichtigen Weltraum-Projekten getäuscht zu haben. Der Vorwurf der Wertpapierfälschung steht im Raum.

Vertuschungsvorwürfe bei Weltraum-Projekten

Im Kern geht es um das „SCAR“-Programm der U.S. Space Force. AeroVironment soll die Konkurrenzgefahr bei der Modernisierung der Satellitensteuerung systematisch verschwiegen haben. Marktbeobachter werten dies als Versuch, die Geschäftsaussichten künstlich aufzublähen.

Die Realität holte das Unternehmen im Januar 2026 ein. Die US-Regierung verhängte damals einen Arbeitsstopp für die BADGER-Systeme. Dieser Schritt entzog dem Projekt die Grundlage. Kurz darauf offenbarte die Bilanz für das dritte Quartal das volle Ausmaß des finanziellen Schadens.

Schwere Fehler in der Buchhaltung

Das Unternehmen verbuchte einen operativen Verlust von 179 Millionen Dollar. Darin enthalten war eine Wertberichtigung von über 150 Millionen Dollar im Weltraumsegment. Eine interne Schwachstelle führte dazu, dass die Abschreibungen um fast 90 Millionen Dollar zu niedrig ausfielen.

Im Juni 2026 folgte die nächste Hiobsbotschaft. Das Management erklärte frühere Finanzberichte für unzuverlässig. Grund dafür ist eine mangelhafte interne Kontrolle der Finanzberichterstattung. Solche Meldungen zerstören meist das letzte bisschen Vertrauen bei institutionellen Investoren.

Abwärtsspirale an der Börse

Die Reaktion am Kapitalmarkt fiel entsprechend heftig aus. Innerhalb der vergangenen 30 Tage sank die Bewertung um weitere 14 Prozent. Der Abstand zum ehemaligen Höchststand vergrößert sich beinahe täglich.

Anleger ziehen sich in Scharen zurück. Seit Jahresbeginn hat die Aktie über 41 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert das Papier bei 124,25 Euro. Damit bleibt der Kurs gefährlich nahe am Jahrestief.

Geschädigte Investoren haben nun wenig Zeit. Bis zum 27. Juli 2026 können sie den Status als Hauptkläger in den Sammelklagen beantragen. Die juristische Aufarbeitung der Bilanzfehler dürfte das Unternehmen noch über Monate hinweg belasten.

Anzeige

AeroVironment-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AeroVironment-Analyse vom 18. Juli liefert die Antwort:

Die neusten AeroVironment-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AeroVironment-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AeroVironment: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu AeroVironment