AeroVironment Aktie: 4,5 Milliarden Dollar Aufträge bis 2027

Trotz Rekordaufträgen und Pentagon-Deal für Laser-Drohnenabwehr fällt die AeroVironment-Aktie auf ein 52-Wochen-Tief.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Pentagon-Auftrag für Laserwaffen
  • Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Dollar
  • Quartalsumsatz verfehlt Analystenerwartungen
  • Aktie verliert 60 Prozent seit Oktober

Neue Rüstungsaufträge, volle Auftragsbücher — und trotzdem notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Bei AeroVironment klaffen operative Stärke und Börsenstimmung derzeit weit auseinander.

Pentagon setzt auf Laserwaffen

Das US-Verteidigungsministerium hat ein Pilotprogramm gestartet, das Drohnenabwehr an fünf Militärbasen grundlegend verändern soll. Statt teurer Raketenabfangsysteme kommen künftig Hochenergielaser und Mikrowellensysteme zum Einsatz. AeroVironment liefert dafür sein LOCUST-Laserwaffensystem mit 20-kW-Klasse — ein System, das mehrere Drohnenziele mit Lichtgeschwindigkeit ausschalten kann und dabei konventionelle Munitionsvorräte schont.

Das Programm folgt auf die erfolgreiche Auslieferung der ersten zwei Prototypen des Army Multi-Purpose High Energy Laser, die in Infanteriefahrzeuge integriert wurden. Für AeroVironment ist das ein strategischer Schritt: weg vom reinen Drohnenhersteller, hin zum Anbieter integrierter Luftverteidigung.

Starke Bücher, schwache Kurse

Operativ läuft es rund. Das Unternehmen meldete einen finanzierten Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Dollar sowie Buchungen von 2,1 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Gesamtaufträge von 4,5 Milliarden Dollar in den ersten neun Monaten des Fiskaljahres sorgen für Umsatzsichtbarkeit bis 2027.

An der Börse kommt das nicht an. Die Aktie markierte am Montag ein neues 52-Wochen-Tief und notiert aktuell rund 60 Prozent unterhalb des Oktober-Hochs von 354,30 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 35 Prozent verloren — trotz eines RSI von 83, der technisch auf überkaufte Bedingungen hindeutet, was bei einem Abwärtstrend dieser Stärke eher auf anhaltenden Verkaufsdruck schließen lässt.

Zahlen verfehlen Erwartungen

Der Quartalsumsatz stieg auf rund 408 Millionen Dollar — ein Zuwachs von über 143 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings lagen die Konsensschätzungen der Analysten bei etwa 488 Millionen Dollar. Auch beim Gewinn je Aktie blieb das Unternehmen mit 0,64 Dollar knapp unter den erwarteten 0,68 Dollar.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 2,75 und 3,10 Dollar an. Hinzu kommt die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Empirical Systems Aerospace, die AeroVironment in der Elektroantriebstechnik und im Advanced Air Mobility-Segment stärkt.

Neuer CFO, neue Prioritäten

Im Mai 2026 übernahm Sean T. Woodward offiziell das Amt des Chief Financial Officers. Sein Vorgänger Kevin McDonnell bleibt bis Juli 2026 beratend tätig. Die neue Führung setzt auf den Ausbau des Portfolios autonomer Systeme — darunter Prototypenvereinbarungen für den Switchblade 400 im Rahmen des US-Army-Programms LASSO.

Ob die starke Auftragslage die Erwartungslücke bei den Quartalszahlen schließen kann, wird sich spätestens beim nächsten Ergebnisbericht zeigen — dann dürfte auch der Markt entscheiden, ob der aktuelle Kursrückgang eine Übertreibung war.

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