AeroVironment Aktie: Klagefrist bis 27. Juli

Trotz eines laufenden Gerichtsverfahrens und stark gefallener Aktie baut ein Großinvestor seine Position massiv aus. Der Ausgang des SCAR-Rechtsstreits bleibt entscheidend.

Die Kernpunkte:
  • ARS Investment erhöht Anteil massiv
  • Aktie seit Jahresbeginn stark gefallen
  • Rechtsstreit um SCAR-Programm belastet
  • Analysten sehen moderates Aufwärtspotenzial

Der US-Drohnenhersteller AeroVironment bekommt Rückenwind aus einer unerwarteten Ecke. ARS Investment Partners hat sein Engagement massiv ausgebaut — mitten in einer juristischen Auseinandersetzung, die den Kurs seit Jahresbeginn schwer belastet.

Großinvestor setzt Zeichen

ARS Investment Partners weitete seinen Anteil im ersten Quartal 2026 um knapp 1.868 Prozent aus. Das Investmentvolumen: rund zwölf Millionen Dollar. Insgesamt halten institutionelle Anleger nun 86,38 Prozent aller Aktien. Ein klares Signal, dass die Großwette auf die langfristige Perspektive des Drohnenspezialisten intakt ist.

Doch der Kurs spiegelt das nicht wider. Die Aktie notiert bei 147,35 Euro, gut 58 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro. Seit Januar hat das Papier 32,6 Prozent eingebüßt. Allein die jüngste Volatilität von 78,7 Prozent auf annualisierter Basis zeigt, wie nervös der Markt bleibt.

Der Fall SCAR

Im Zentrum der Unsicherheit steht ein laufendes Gerichtsverfahren. Aktionäre werfen dem Unternehmen vor, im Zusammenhang mit dem SCAR-Programm der US-Weltraumstreitkräfte falsche Angaben zum Wettbewerbsumfeld gemacht zu haben. Ein Arbeitsstopp und später eine milliardenschwere Goodwill-Abschreibung belasteten die Bilanz.

Bis zum 27. Juli 2026 können sich mögliche Klageführer melden. Das Datum ist eine wichtige Marke: Gewinnt AeroVironment das Verfahren, könnte der Druck auf die Aktie schnell nachlassen.

Die Analysten bleiben vorsichtig optimistisch. Der Konsens liegt bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei umgerechnet rund 319 Euro. Ob die Einschätzung hält, hängt maßgeblich vom Ausgang des Rechtsstreits ab. AeroVironment will sich im Sommer auf einer Investorenkonferenz präsentieren — eine Gelegenheit, neues Vertrauen aufzubauen.

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