Agilent Aktie: Die NovoStation-Offensive?

Validierungsstudien zufolge senkt Agilents neues Zytometriesystem den manuellen Aufwand, während die Datenqualität erhalten bleibt.

Die Kernpunkte:
  • NovoStation für Zytometrie vorgestellt
  • Manuelle Arbeit sinkt um über 90 Prozent
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 185 Dollar
  • Aktie 4,3 Prozent unter 52-Wochen-Hoch

Am Donnerstag hat Agilent das NovoStation-System für automatisierte Arbeitsabläufe in der Durchflusszytometrie vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens belegen begleitende Validierungsstudien, dass die Neuentwicklung den manuellen Arbeitsaufwand um mehr als 90 Prozent reduziert.

Gleichzeitig bleibe die Datenqualität im direkten Vergleich zur rein manuellen Bearbeitung erhalten. Die Vorstellung des Geräts vor Fachpublikum ist auf der Konferenz der International Clinical Cytometry Society 2026 vorgesehen, die vom 2. bis 6. Oktober stattfindet.

Automatisierte Lösungen in der Zytometrie zielen vor allem darauf ab, den Durchsatz sowie die Reproduzierbarkeit in Routinelaboren zu steigern. Mit der Neuentwicklung reagiert das Unternehmen auf den Bedarf, zeitaufwendige Pipettier- und Vorbereitungsschritte zu vereinheitlichen, um Fehlerquellen im Vorfeld von Zellanalysen zu verringern.

Taktung bei Produktneuheiten im Laborbereich

Die Einführung der NovoStation reiht sich in eine Serie jüngster Produkteinführungen ein. Am 29. September brachte Agilent das BioTek Gen5 AI Cell Identification Module auf den Markt. Das Softwaremodul ermöglicht eine KI-gestützte Identifikation und Segmentierung von Zellen auf kompatiblen automatisierten Bildgebungssystemen.

Bereits am 21. September folgten die Systeme 4150 und 4200 TapeStationDx samt zugehöriger Software. Diese tragen die CE-IVD-Kennzeichnung und sind für die Qualitätskontrolle von DNA- und RNA-Proben in klinischen Arbeitsabläufen der Next-Generation-Sequenzierung bestimmt. Das Unternehmen adressiert damit gezielt regulatorisch anspruchsvolle Umgebungen, in denen standardisierte Probenprüfungen vorgeschrieben sind.

Kursziel angehoben und Notierung nahe Rekordniveau

Die technologische Entwicklung spiegelt sich auch in Markteinschätzungen wider. Medienberichten zufolge stufte Goldman Sachs die Aktie am 21. September weiterhin mit „Buy“ ein und hob das Kursziel von $175 auf $185 an. Die Analysten sehen damit weiteres Potenzial für den Titel.

An den Handelsplätzen zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Am Freitag ging die Aktie bei 149,00 Euro aus dem Handel, womit sich das Plus seit Jahresanfang auf 27 Prozent beläuft. Nach dem kontinuierlichen Anstieg der vergangenen Monate notiert der Kurs derzeit 4,3 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

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