Agrana Aktie: Bittere Millionen-Abschreibung

Agrana muss im Zuckersegment bis zu 55 Millionen Euro abschreiben, wodurch die bisherige EBIT-Prognose hinfällig wird. Der bereinigte operative Gewinn bleibt jedoch stabil.

Die Kernpunkte:
  • Buchhalterische Wertminderung von bis zu 55 Millionen Euro
  • Bisherige EBIT-Zielvorgabe wird aufgegeben
  • Bereinigter operativer Gewinn übertrifft Vorjahresniveau
  • Jahreszahlen werden im Mai 2026 veröffentlicht

Hohe Abschreibungen im Zuckergeschäft belasten die Bilanz der Agrana kurz vor dem Ende des Geschäftsjahres. Während die operative Basis des Konzerns wächst, reißen außerplanmäßige Korrekturen ein Loch in die bisherige Gewinnprognose und zwingen das Management zum Handeln.

Das Segment ACS-Sugar steht im Zentrum der aktuellen Belastungen. Agrana rechnet zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2026 mit einem nicht zahlungswirksamen Wertminderungsaufwand zwischen 45 und 55 Millionen Euro. Diese rein buchhalterische Maßnahme wirkt sich unmittelbar auf das Konzernergebnis aus und macht das bisherige EBIT-Ziel hinfällig.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Wertminderung: 45 bis 55 Mio. Euro im Segment ACS-Sugar.
* EBIT-Prognose: Bisheriger Zielkorridor (45 bis 60 Mio. Euro) hinfällig.
* Operativer Gewinn (bereinigt): Prognose von 80 bis 85 Mio. Euro bestätigt.
* Termin: Veröffentlichung der Jahreszahlen am 12. Mai 2026.

Stabilität im operativen Kerngeschäft

Trotz des bilanziellen Dämpfers zeigt sich die operative Ertragskraft des Konzerns robust. Der operative Gewinn vor außergewöhnlichen Posten bleibt von den Abschreibungen unberührt. Mit einer erwarteten Spanne von 80 bis 85 Millionen Euro würde Agrana das Vorjahresergebnis von 76,5 Millionen Euro sogar übertreffen. Wie stabil ist das Fundament des Unternehmens in diesem schwierigen Marktumfeld tatsächlich?

Die Antwort findet sich teilweise im Branchenkontext. Die Probleme im Zuckerbereich sind kein reines Agrana-Phänomen, sondern spiegeln die aktuelle Lage im europäischen Markt wider. Auch der Wettbewerber und Großaktionär Südzucker musste zuletzt massive Wertberichtigungen vornehmen und plant sogar, die Dividende auszusetzen.

Charttechnik: Aktie sucht nach Boden

An der Börse reagierten die Marktteilnehmer zurückhaltend auf die Nachricht. Die Aktie notierte zuletzt bei 11,60 Euro und damit nur hauchdünn über dem 50-Tage-Durchschnitt von 11,56 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell knapp drei Prozent.

Seit dem 52-Wochen-Hoch im Juli 2025 bei 13,45 Euro hat das Papier fast 14 Prozent an Wert verloren. Mit einem RSI von 67,3 ist der Titel kurzfristig zwar gut gelaufen, stößt nun aber auf fundamentalen Gegenwind. Investoren warten nun auf die detaillierten Jahreszahlen am 12. Mai 2026, um die Auswirkungen der Abschreibungen auf die künftige Dividendenfähigkeit und die weitere Strategie im Zuckersegment bewerten zu können.

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