Aguia Resources Aktie: Gericht kippt Umweltlizenz
Aguia Resources meldet mehr Gold aus Kolumbien, während ein brasilianisches Gericht die Umweltgenehmigung für Três Estradas für ungültig erklärte.

- Aktie verliert 7,1 Prozent
- Brasilianisches Gericht beanstandet Umweltlizenz
- August-Ausstoß erreicht 942 Gramm Gold
- Santa Barbara soll auf 200 Tonnen wachsen
Die Aktie von Aguia Resources verliert heute 7,1 Prozent und notiert bei 0,0130 AUD. Für Verunsicherung sorgt eine juristische Entwicklung rund um das Phosphatprojekt Três Estradas in Brasilien. Das dortige Bundesregionalgericht der 4. Region gab einer Berufung teilweise statt und erklärte die Umweltlizenz des Vorhabens für ungültig.
Das Gericht stützte seine Entscheidung auf die Annahme, dass die operativen Tätigkeiten vor Ort noch gar nicht begonnen hätten. Aguia kündigte an, umgehend eine rechtliche Klarstellung dieser Entscheidung herbeiführen zu wollen. Das Unternehmen betonte, dass es infolge des Urteils mit keinerlei Unterbrechung des operativen Betriebs rechne.
Zur Begründung verweist das Management auf bereits angelegte Haldenbestände vor Ort. Zudem verfügt die Gesellschaft über eine separate Genehmigung für die Verarbeitungsanlage im brasilianischen Caçapava, wodurch die Weiterverarbeitung des Materials gesichert bleiben soll.
Goldproduktion in Kolumbien legt spürbar zu
Während das Projekt in Brasilien mit behördlichen Hürden kämpft, meldete das Unternehmen operative Fortschritte aus Kolumbien. Auf dem dortigen Gold- und Silberprojekt Santa Barbara belief sich die Goldförderung im August auf 942 Gramm. Der durchschnittliche Erzgehalt lag bei mehr als 10 Gramm Gold je Tonne Gestein.
Damit konnte der Ausstoß gegenüber dem Jahresbeginn deutlich gesteigert werden. Im Februar hatte die Produktion noch bei 468 Gramm Gold bei einem Gehalt von rund 5 Gramm je Tonne gelegen. Die Gesamterlöse für den Monat August bezifferte das Unternehmen auf rund 171.000 $.
Trotz dieser operativen Lebenszeichen bleibt die Gesamtlage für Anleger herausfordernd. Seit Jahresanfang steht bei dem Papier ein Kursrückgang von 41 Prozent zu Buche.
Verarbeitungstests und Ausbaupläne auf Santa Barbara
Parallel zu den regulären Arbeiten ließ das Unternehmen einen Erztest über eine Fremdanlage durchführen. Bei der Verarbeitung einer Charge von 50 Tonnen wurden 637,37 Gramm zahlbares Gold sowie 1.226,8 Gramm zahlbares Silber gewonnen. Der angegebene Wert des gewonnenen Goldes belief sich auf rund 123.200 AUD.
Die Aufbereitung erfolgte in der Quintana-Anlage der Colombian Mint. Vereinbarungsgemäß erhält Aguia 90 Prozent des gewonnenen Edelmetalls, abzüglich von Verarbeitungskosten in Höhe von 65 US-Dollar je Tonne verarbeitetem Erz.
Auf dieser Basis will die Unternehmensleitung die Abbauaktivitäten auf Santa Barbara nun schrittweise ausweiten. Vorgesehen ist eine Steigerung des monatlichen Durchsatzes auf 200 Tonnen Erz. Im August lag das Fördervolumen noch bei 100 Tonnen. Um die Ausbeute zu optimieren, konzentriert sich der Abbau vor allem auf die Erzgänge mit den höchsten Edelmetallgehalten.
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