Air Berlin – Wird es eine Bruchlandung werden?

Der Kampf ums Überlegen geht in die nächste Runde. Der anhaltende Schrumpfkurs bei der Fluggesellschaft Air Berlin soll noch mehr verschärft werden. Dabei wurden bereits schon umfangreiche Sparmaßnahmen getroffen. Die Flugpassagiere bleiben Air Berlin im Großen und Ganzen treu. Im Juni hatte die Airline über 3 Millionen Fluggäste.

 

© Air Berlin
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Air Berlin hat im vergangenen Monat wie gewohnt um diese Jahreszeit die 3 Millionen Marke erfolgreich geknackt. Im Vorjahresvergleich ist dennoch ein Rückgang von rund 7% zu verzeichnen. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der angebotenen Sitzplatzkilometer. Sie ging um 9,5% auf rund 5,2 Mio. zurück. Die Auslastung der Maschinen schwächelt nur minimal. Die Air-Berlin-Flugzeuge waren zu 83,6% gefüllt. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vergleichsmonat 2014.

 

Air Berlin schnallt den Gürtel noch enger

Trotz der rückläufigen Verkehrszahlen lässt sich Air Berlin nicht beirren. Der neue Air-Berlin-Chef Stefan Pichler hat ein klares Ziel vor Augen: Er will 2016 wieder Gewinne sehen. Eine Verkleinerung der Flotte um bereits 5% auf aktuell 140 Jets ist ihm nicht genug. Es sollen noch mehr Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Weitere Einsparungsmaßnahmen sieht er in der eigenen Flugzeugwartung, in flugfremden Abteilungen und in der Personalverwaltung. Damit soll der Fokus von Air Berlin gezielt auf das Kerngeschäft, das Fliegen, gelegt werden.

 

Kurs auf Gewinnzone

So hart der Sparkurs auch klingt, so nötig hat ihn Air Berlin. 2014 war für Air Berlin ein Rekordjahr im negativen Sinne. Die Airline musste unter dem Strich einen Verlust von 377 Mio. Euro ausweisen. Das war der größte Verlust in der Unternehmensgeschichte. Ohne die Finanzspritzen von der Großaktionärin Etihad Airways wäre Air Berlin schon längst abgestürzt.

 

Um nun wieder in die Gewinnzone zu fliegen nimmt sich Air Berlin zudem ein Beispiel am spanischen Billigflieger Vueling. Die Schwestergesellschaft von British Airways und Iberia hat es geschafft, mit jedem Jet einen durchschnittlichen Gewinn von jährlich rund einer Million Euro einzufliegen. Ob es Air Berlin auch gelingt bleibt abzuwarten.

 

Air-Berlin-Aktie

Die Aktie von Air Berlin kennt seit fünf Jahren nur den Abwärtstrend. Zwar konnte sich die Aktie im Laufe des Jahres leicht erholen, doch sie hat ihre Gewinne inzwischen wieder eingebüßt und notiert fast auf Vorjahresniveau.

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Sollte der Wert den Seitwärtskurs der nächsten Wochen fortsetzen, bestünde Hoffnung auf eine erneue Erholung. Dazu muss die Notierung allerdings am nächsten Widerstand liegt bei rund 1,16 Euro vorbei. Unterstützt wird die Air-Berlin-Aktie bei rund 1,11 Euro.

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