Air France – KLM Aktie: KLM übernimmt ersten A350

Höhere Rohstoffpreise belasten die Aktie; ein TAP-Erwerb ist offen, während Gewerkschaften für Oktober zu Streiks aufrufen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert vier Prozent
  • Verbindliches Angebot für TAP-Anteile eingereicht
  • KLM übernahm ersten Airbus A350-900
  • Gewerkschaften riefen zu Oktoberstreiks auf

Ein schwieriges Branchenumfeld und anziehende Rohstoffpreise belasten die Aktie von Air France-KLM am heutigen Donnerstag. Das Papier verliert 4,0 Prozent auf 10,75 Euro.

Steigende Treibstoffkosten zählen im Flugbetrieb traditionell zu den größten Risiken für die operative Profitabilität. Verteuert sich das Kerosin, geraten die Margen der Fluggesellschaften schnell unter Druck. Die Marktreaktion trifft die Airline-Gruppe in einer Phase wichtiger Weichenstellungen für das Streckennetz und die eigene Flotte.

Offerte für TAP und neue Langstreckenjets

Konzernseitig treibt das Management die Expansion im südeuropäischen Raum voran. Am 30. September reichte das Unternehmen ein verbindliches Angebot für den Erwerb von bis zu 49,9 Prozent an TAP Air Portugal ein. Ein Vollzug der Transaktion steht bislang noch aus. Zugleich modernisiert die Gruppe ihre Langstreckenflotte: Die Tochter KLM übernahm am 2. Oktober ihren ersten Airbus A350-900.

Das neu eingeflottete Flugzeug verfügt über 331 Sitzplätze und soll in den kommenden Wochen in den Liniendienst starten. Insgesamt umfasst das Festauftragsbuch des Konzerns 99 Maschinen des Typs A350, flankiert von Kaufrechten für 40 weitere Exemplare. Mit den modernen Großraumflugzeugen will das Management den Kerosinverbrauch senken. Die Investitionen in sparsamere Flugzeuge sollen helfen, künftige Preisschwünge am Rohölmarkt besser abzufedern.

Skepsis bei Analysten und drohende Streiks

Am Kapitalmarkt sorgt die Gemengelage für Vorsicht. Zusätzliche Belastungen zeichnen sich an der Heimatbasis in Frankreich ab. Gewerkschaften des Cockpit- und Kabinenpersonals riefen für den Zeitraum vom 17. bis 21. Oktober zu Streiks auf, die auch Air France betreffen. Hintergrund des Arbeitskampfes sind geplante Einschnitte bei Vergütung und Altersversorgung. Für die Fluggesellschaft kommt die Streikdrohung zur Unzeit, da das Marktumfeld durch steigende Kosten ohnehin angespannt bleibt.

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