Airbus: A350F-Cargo-Tür in Toulouse angekommen

Airbus verzeichnet sinkende Auslieferungen und Umsatz im ersten Quartal, hält aber an Jahreszielen fest. Der A350F-Frachter nähert sich dem Erstflug.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am Dienstag erwartet
  • Auslieferungen auf 114 Maschinen gefallen
  • A350F-Frachttor für Endmontage eingetroffen
  • Jahresprognose von 870 Auslieferungen bestätigt

Volle Auftragsbücher treffen auf stockende Auslieferungen. Bei Airbus klaffen langfristige Perspektive und kurzfristige Realität derzeit auseinander. Am Dienstag legt der europäische Luftfahrtkonzern seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Die Erwartungen am Markt sind spürbar gedämpft.

Im Vorfeld der Bilanzpräsentation steht die Aktie unter Druck. Am Freitag ging das Papier bei 41,20 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf knapp 16 Prozent. Ein RSI-Wert von 10,9 signalisiert aktuell eine stark überverkaufte Situation.

Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der operativen Entwicklung. Im ersten Quartal sanken die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen auf 114 Maschinen. Analysten rechnen für das Auftaktquartal mit einem Umsatz von 12,4 Milliarden Euro. Das entspräche einem Minus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Geringere Volumina und ein ungünstigerer Modell-Mix belasten die Fixkostenabdeckung. Eine Verschlechterung der Wechselkursabsicherungen dürfte die Profitabilität zusätzlich drücken. Lediglich die Sparten Rüstung, Raumfahrt und Hubschrauber versprechen eine gewisse Stabilität.

Fortschritte beim Frachter-Programm

Abseits der kurzfristigen Finanzkennzahlen meldet der Konzern operative Fortschritte. In Toulouse traf in der vergangenen Woche das Frachttor für die erste A350F ein. Der Chefingenieur bezeichnete das Bauteil als das letzte große fehlende Hardware-Element für die Endmontage.

Verlaufen die anstehenden Systeminstallationen und Sicherheitsprüfungen nach Plan, hebt der Frachter im Herbst zu seinem Erstflug ab. Die Markteinführung peilt das Management für die zweite Jahreshälfte 2027 an. Aktuell reicht Airbus die nötigen Zertifizierungsunterlagen bei den zuständigen Luftfahrtbehörden ein.

Im direkten Wettbewerb mit Boeing sichert sich das europäische Modell bisher einen Vorsprung. Airbus verbucht 101 Bestellungen von 14 Kunden für die A350F. Der US-Rivale kommt mit seiner 777-8F auf 68 Orders.

Jahresziele und Analysten-Konsens

Trotz der aktuellen Lieferkettenprobleme hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Das Ziel für 2026 liegt bei rund 870 ausgelieferten Flugzeugen. Das bereinigte operative Ergebnis soll etwa 7,5 Milliarden Euro erreichen. Ein massiver Auftragsbestand stützt diese Ambitionen.

Die Analystengemeinschaft positioniert sich mehrheitlich positiv. Von 23 Experten raten 15 zum Kauf der Aktie, acht plädieren für Halten. Verkaufsempfehlungen gibt es derzeit keine. Institute wie Morgan Stanley verweisen auf das Erholungspotenzial, sobald sich die Lieferketten normalisieren.

Am Dienstagabend um 19:30 Uhr präsentiert das Management die detaillierten Quartalszahlen in einer Telefonkonferenz. Dann muss der Vorstand erklären, wie er den Rückstand bei den Auslieferungen in den kommenden Monaten aufholen will, um die Jahresziele abzusichern.

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