Airbus Aktie: 1.024 Flugzeuge Nettoauftragsbestand
Airbus meldet 1.024 Nettoaufträge seit Jahresbeginn und bestätigt das Auslieferungsziel. Großaufträge von SMBC, China Eastern und Qantas treiben die Aktie nahe ihr Rekordhoch.

- Nettoauftragsbestand erreicht 1.024 Flugzeuge
- Großaufträge von SMBC, China Eastern, Qantas
- Umsatzplus von 12 Prozent im Halbjahr
- BlackRock erhöht Beteiligung auf 5,96 Prozent
Airbus hat im Juli seine Position im globalen Wettlauf um Flugzeugaufträge gefestigt. Der Flugzeugbauer lieferte 67 Maschinen aus und verbuchte 204 Bruttobestellungen, wie Reuters gestern berichtete. Der Nettoauftragsbestand seit Jahresbeginn kletterte damit auf 1.024 Flugzeuge. Der Konzern bekräftigte am Mittwoch sein Auslieferungsziel von rund 870 Maschinen für 2026 – dafür muss Airbus in den verbleibenden Monaten im Schnitt fast 87 Jets pro Monat an die Kunden übergeben.
Großaufträge von SMBC, China Eastern und Qantas
Die Bestelldynamik zeigte sich zuletzt an mehreren Fronten. Der irische Leasinggeber SMBC Aviation Capital bestätigte gestern einen Festauftrag über 100 Flugzeuge der A320neo-Familie, aufgeteilt in 35 A320neo und 65 A321neo. Am selben Tag orderte China Eastern Airlines 25 Großraumflugzeuge des Typs A330-900. Bereits am Dienstag hatte die australische Fluggesellschaft Qantas im Rahmen einer internationalen Flottenerneuerung zwölf A350 fest bestellt. Parallel treibt Airbus die Entwicklung neuer Programme voran: Am Dienstag startete eine Vibrationstestkampagne für die Frachtervariante A350F, und bereits am 28. Juli absolvierte ein A350-1000ULR-Testflugzeug einen 24-stündigen Nonstop-Flug von Toulouse nach Melbourne und zurück – der längste Entwicklungsflug in der Firmengeschichte.
Solide Halbjahresbilanz stützt die Auftragsdynamik
Der Rückenwind aus dem Auftragsbuch trifft auf eine ebenfalls robuste Bilanz. Im ersten Halbjahr steigerte Airbus den Konzernumsatz um 12 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT wuchs um 24 Prozent. Im zweiten Quartal mehr als verdoppelte sich der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ende Juli hatte der Konzern zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Euro angekündigt, das über drei Jahre laufen soll, sowie ein mittelfristiges Ergebnisziel von 12 bis 13 Milliarden Euro bereinigtem EBIT bis 2029 ausgegeben.
BlackRock stockt auf, Analysten bleiben positiv gestimmt
Auch auf der Investorenseite tut sich etwas: BlackRock meldete am Donnerstag eine Beteiligung von 5,96 Prozent an Airbus, entsprechend 47.152.884 Aktien. Das bedeutet eine Aufstockung der Position um 26,6 Prozent. Bei den Analysten überwiegt weiterhin Zuversicht. RBC Capital Markets bestätigte gestern seine Einstufung „Outperform“ für Airbus. Barclays hatte bereits am 2. August seine „Buy“-Empfehlung bekräftigt und das Kursziel von 220 auf 260 Euro angehoben. Auch weitere Häuser signalisierten zuletzt eine positive Grundhaltung, mit Kurszielen zwischen 210 und 260 Euro.
Kursverlauf: Nahe am Rekordhoch
Der Markt honoriert die Nachrichtenlage. Airbus schloss am Freitag bei 214,05 Euro und hat allein in den vergangenen sieben Handelstagen 5,42 Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro, das die Aktie am 13. Januar markierte, trennen das Papier damit nur noch rund 3,25 Prozent. Angesichts der vollen Auftragsbücher, der bestätigten Jahresziele und der frischen institutionellen Nachfrage bleibt die Aktie damit in Reichweite ihrer bisherigen Bestmarke.
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