Airbus Aktie: 115-Millionen-Auftrag von US Army
Airbus sichert sich 115-Millionen-Dollar-Deal für zwölf UH-72B Lakota. Morgan Stanley hebt Kursziel auf 255 Euro, während Sadif die Aktie abstuft.

- US-Army-Auftrag für zwölf Lakota-Hubschrauber
- Morgan Stanley erhöht Kursziel auf 255 Euro
- Sadif stuft Airbus auf Hold herab
- Aktie erholt sich mit 38 Prozent Plus
Die US Army National Guard hat mit Airbus U.S. Space & Defense einen Vertrag über zehn feste und zwei optionale UH-72B Lakota-Hubschrauber (H145) geschlossen. Das Volumen der Vereinbarung liegt bei 115 Millionen Dollar, die Auslieferung ist zwischen 2027 und 2029 vorgesehen.
Der Auftrag markiert einen weiteren Baustein im Ausbau des Verteidigungsgeschäfts, mit dem der Konzern seine Abhängigkeit vom zivilen Flugzeuggeschäft schrittweise diversifiziert.
Analysten heben Kursziel deutlich an
Erst vor wenigen Tagen, am 14. August, hatte Morgan Stanley seine Einschätzung zu Airbus bekräftigt und dabei das Kursziel spürbar angehoben: von 227 auf 255 Euro, bei einem „Overweight“-Rating. Die Analysten begründeten den Schritt mit gestiegenem Vertrauen in das Management und einer grundlegenden Neubewertung der Aktie.
Eine gegenläufige Stimme kam bereits am 11. August von Sadif Investment Analytics, die Airbus von „Buy“ auf „Hold“ zurückstufte und das Kursziel auf 201,51 Euro senkte. Die Spanne zwischen beiden Einschätzungen zeigt, wie unterschiedlich die Bewertungslager die jüngste Kursrally interpretieren.
An der Börse hat sich die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich erholt: Seit dem Rekordtief bei 154,50 Euro im März steht ein Plus von 38 Prozent zu Buche, auf Monatssicht kletterte der Kurs um 12 Prozent.
Gestern schloss das Papier bei 213,95 Euro und damit 3,3 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro, das erst Mitte Januar erreicht wurde. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von rund 12 Prozent unterstreicht den intakten kurzfristigen Aufwärtstrend.
Ziviles Geschäft läuft parallel weiter
Auch im zivilen Segment bleibt Airbus aktiv: CDB Aviation, eine Tochtergesellschaft der China Development Bank Financial Leasing, hat die Übergabe von drei A321neo-Maschinen an die Fluggesellschaft Jet2 abgeschlossen. Das Geschäft ist Teil der laufenden Flottenerneuerung des britischen Anbieters und zeigt, dass die Nachfrage nach dem Bestseller-Modell der A320neo-Familie ungebrochen hoch ist.
Einen Ausblick auf die langfristige Nachfrageentwicklung lieferte zudem der jüngste Global Market Forecast des Konzerns für den Zeitraum 2025 bis 2044. Darin rechnet Airbus mit einer Verdopplung des Passagieraufkommens in Mexiko um 108 Prozent bis 2044, auf dann 215,6 Millionen Fluggäste.
Solche Prognosen unterstreichen die strategische Bedeutung von Schwellenmärkten für die künftige Flugzeugnachfrage, auch wenn sie kurzfristig keinen direkten Einfluss auf die Auftragsbücher haben.
Fazit für Anleger
Zwischen frischen Rüstungsaufträgen, einer angehobenen Kurszielprognose von Morgan Stanley und stabiler Nachfrage im zivilen Geschäft zeigt sich Airbus operativ breit aufgestellt.
Die Diskrepanz der Analystenmeinungen – Morgan Stanley optimistisch, Sadif zurückhaltender – deutet allerdings darauf hin, dass die Bewertung nach der jüngsten Rally nicht mehr unumstritten ist. Mit einer annualisierten Volatilität von 41 Prozent bleibt die Aktie zudem schwankungsanfällig, was Anleger bei der Positionierung berücksichtigen sollten.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 18. August liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




