Airbus Aktie: 5-Milliarden-Rückkauf genehmigt

Airbus korrigiert EBIT-Ziel für 2029 auf bis zu 13 Milliarden Euro und startet Aktienrückkauf über 5 Milliarden Euro.

Die Kernpunkte:
  • Optimistischere EBIT-Prognose für 2029
  • Aktienrückkauf im Wert von 5 Milliarden Euro
  • Rekord-Auftragsbuch von über 9.000 Flugzeugen
  • Tests neuer Triebwerkstechnologie geplant

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus richtet seinen Blick deutlich optimistischer in die Zukunft. Im Rahmen einer Strategie-Aktualisierung hat das Unternehmen seine mittelfristigen Ziele für das Ende des Jahrzehnts nach oben korrigiert. Laut Medienberichten rechnet das Management für das Jahr 2029 nun mit einem bereinigten Betriebsergebnis (EBIT) in einer Spanne von 12 bis 13 Milliarden Euro. Parallel zu diesen ambitionierten Finanzzielen wurde ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt, das den Wert für die Anteilseigner steigern soll.

Ambitionierte Prognose und milliardenschweres Rückkaufprogramm

Das Board von Airbus hat grünes Licht für den Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 5 Milliarden Euro gegeben. Diese Entscheidung folgt auf eine Phase operativer Stärke und unterstreicht das Vertrauen der Konzernführung in die künftige Cashflow-Generierung. Die Ankündigung löste an den Märkten bereits positive Reaktionen aus; so verzeichnete die Aktie am 22. Juli 2026 einen Kursanstieg von rund 7 Prozent. Analysten bewerten diesen Schritt als Signal für eine disziplinierte Kapitalallokation, während das Unternehmen gleichzeitig seine Produktionskapazitäten massiv ausbaut.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Airbus weiterhin die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen an. Das bereinigte EBIT wird für diesen Zeitraum auf etwa 7,5 Milliarden Euro geschätzt, während der freie Cashflow bei rund 4,5 Milliarden Euro liegen soll. Trotz globaler Herausforderungen in den Lieferketten, insbesondere bei Triebwerken von Partnern wie Pratt & Whitney, bleibt das Ziel einer monatlichen Produktion von 75 Maschinen der A320-Familie bis zum Jahr 2027 bestehen.

Innovationsschub und Großaufträge in Farnborough

Auf der Farnborough Airshow konnte Airbus seine Marktposition durch namhafte Aufträge weiter festigen. Das Unternehmen gab Bestellungen von BermudAir über zehn Maschinen des Typs A220-300 bekannt. Zudem weitete die Fluggesellschaft Flynas ihr Engagement durch Order für den A330-900 sowie den A321neo aus. Insgesamt verfügt der Konzern über ein Rekord-Auftragsbuch von mehr als 9.000 Flugzeugen, was die langfristige Auslastung der Werke sichert.

Technologisch treibt der Konzern die Entwicklung der nächsten Flugzeuggeneration voran. Gemeinsam mit CFM International werden Flugtests des sogenannten RISE-Open-Fan-Triebwerks auf einem A380-Testträger vorbereitet. Dieses neuartige Antriebskonzept zielt auf eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen um etwa 20 Prozent ab. Die ersten Flugtests sind für den Zeitraum 2029 bis 2030 geplant, während eine Markteinführung für das Jahr 2035 ins Auge gefasst wird. Unterstützt werden diese Projekte durch EU-Förderprogramme wie OFELIA und TAKE OFF mit einem Volumen von insgesamt fast 240 Millionen Euro.

Strategische Partnerschaften und Nachhaltigkeit

Neben der Antriebstechnik investiert Airbus massiv in die Aerodynamik der Zukunft. Das Programm „Wing of Tomorrow“ sieht die Entwicklung längerer und leichterer Flügel vor, die teilweise faltbar konstruiert sind, um bestehende Flughafeninfrastrukturen nutzen zu können. Diese Innovationen könnten die Treibstoffeffizienz um bis zu 30 Prozent steigern. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit setzt der Konzern neue Akzente: In Kanada wurde gemeinsam mit Air Canada eine Co-Investment-Plattform für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) mit einem Volumen von 13,7 Millionen US-Dollar ins Leben gerufen.

Die Sparte Airbus Defence and Space erweitert derweil ihre Präsenz in Nordamerika durch eine Partnerschaft mit Landing Zones für unbemannte Flugsysteme. Positive Impulse kommen zudem aus der Zuliefererkette. Der Partner LISI meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatzanstieg in seiner Aerospace-Sparte um über 10 Prozent, was den anhaltenden Hochlauf der Flugzeugproduktion widerspiegelt. Analysten von RBC haben im Zuge der strategischen Updates ihre Schätzungen für Airbus angehoben und sehen den fairen Wert des Unternehmens weiterhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Das durchschnittliche Analystenziel wird derzeit mit etwa 219 Euro beziffert.

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