Airbus Aktie: 81 Maschinen im Mai, China-Stau gelöst

Airbus löst bürokratische Hürden in China und steigert Auslieferungen im Mai auf 81 Maschinen.

Die Kernpunkte:
  • 81 Flugzeuge im Mai ausgeliefert
  • China-Stau von 20 Jets gelöst
  • Erstflug des A350-1000ULR absolviert
  • Jahresziel von 870 Auslieferungen bleibt

Der Flugzeugbauer kommt in Fahrt. Im Mai lieferte Airbus 81 Maschinen aus – ein deutlicher Sprung gegenüber den 51 Flugzeugen im Vorjahresmonat. Getrieben wird der Anstieg vor allem durch die Freigabe von rund 20 Jets, die zuvor in China feststeckten.

Hinter dem Stau steckte ein bürokratischer Knoten zwischen chinesischen Behörden und der europäischen Luftfahrtbehörde EASA. Mit der Lösung des Engpasses verbessert sich die Jahresbilanz: Per Ende Mai stehen 262 Auslieferungen zu Buche.

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Wachstum dank Langstrecken-Meilenstein

Parallel zum Lieferfortschritt erreicht Airbus einen wichtigen Schritt im Großraumsegment. Der erste A350-1000ULR absolvierte diese Woche in Toulouse seinen Jungfernflug. Das Modell wurde speziell für Qantas’ „Project Sunrise“ entwickelt und erhält einen modifizierten 20.000-Liter-Hecktreibstofftank, der die Reichweite um rund 1.000 Seemeilen verlängert. Gedacht ist das Flugzeug für Ultra-Langstrecken wie Sydney–London oder Sydney–New York.

Nach dem Erstflug folgt ein rund zweimonatiges Zertifizierungsprogramm mit etwa 80 Flugstunden. Die erste Auslieferung ist für April 2027 geplant, der kommerzielle Einsatz soll in der zweiten Jahreshälfte beginnen.

Herausforderung 870

Trotz des positiven Liefermonats bleibt die Luft dünn. Das Jahresziel von 870 Auslieferungen erfordert weiterhin hohe Produktionsraten – und das bei anhaltenden Engpässen in den globalen Lieferketten. Analysten bewerten die Aktie dennoch mehrheitlich mit „Outperform“.

Der Aktienkurs notiert aktuell bei 43,60 Euro. Damit liegt das Papier rund 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 55 Euro und gut sieben Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 52,6 signalisiert indes eine neutrale Verfassung. Ob Airbus das Tempo bis zum Jahresende hält, entscheidet sich in den kommenden Monaten – Quartal für Quartal.

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