Airbus Aktie: 9.222 Flugzeuge im Auftragsbestand
Airbus verzeichnet Rekordaufträge, doch der Produktionshochlauf verursacht einen negativen freien Cashflow von 1,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr.

- Umsatzplus von zwölf Prozent
- Negativer freier Cashflow von 1,2 Mrd. Euro
- Auftragsbestand erreicht 9.222 Flugzeuge
- Jahresziel: 870 Auslieferungen geplant
Airbus steckt in einem kostspieligen Kraftakt. Die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen bricht Rekorde. Der Hochlauf der Produktion zehrt derweil an den Reserven. Das Unternehmen nimmt diesen Liquiditätsabfluss bewusst in Kauf.
Teurer Aufbau der Bestände
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um zwölf Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Trotzdem meldete der Konzern einen negativen freien Cashflow von 1,2 Milliarden Euro. Die Bilanz leidet unter dem gezielten Aufbau von Vorräten.
Airbus sichert so die Lieferketten gegen mögliche Störungen ab. Nur mit vollen Lagern lässt sich das ehrgeizige Ziel erreichen: Bis Ende 2027 will der Konzern monatlich 75 Maschinen der A320-Familie fertigen. Die Nettoliquidität sank infolge dieser Strategie auf 8,4 Milliarden Euro.
Historischer Auftragsbestand
Die Kunden bestellen in massivem Ausmaß. Der Auftragsbestand schwoll bis Ende Juni auf 9.222 Flugzeuge an. Allein im ersten Halbjahr sammelte der Konzern 886 Bruttobestellungen ein – fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.
Ein Rechtsstreit in Großbritannien ist abgeschlossen. Wegen Verstößen gegen Exportregeln beim Militärflieger A400M zahlt Airbus eine Strafe von 6,4 Millionen Pfund. Parallel dazu bestätigte der Vorstand sein Jahresziel eines bereinigten EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro.
Die Aktie notiert aktuell bei 51,00 Euro. Damit bleibt das Papier etwa sieben Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 55,00 Euro. Die geplante Auslieferung von 870 Flugzeugen bis zum Jahresende bleibt der entscheidende Gradmesser für den Erfolg der Strategie.
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