Airbus Aktie: 97 Jets monatlich bis Jahresende nötig
Airbus verschärft Kostensenkungen, da die Auslieferungsziele für 2026 in Gefahr geraten. Analysten sehen Glaubwürdigkeitsprobleme.

- Monatliche Auslieferungsrate sinkt deutlich
- Kostensperre von zehn Prozent verhängt
- Aktie technisch stark überverkauft
- Personalprobleme in US-Werk belasten
Airbus steht vor einer Zerreißprobe. Während die Auslieferungsziele für das Gesamtjahr in weite Ferne rücken, verordnet die Konzernführung der Belegschaft einen strikten Sparkurs. Marktteilnehmer blicken mit Skepsis auf die kommende Woche, in der die Stabilität der Lieferketten erneut auf dem Prüfstand steht.
Das Ziel von 870 Flugzeugen für das laufende Jahr wirkt zunehmend ambitioniert. Im Mai sank die monatliche Rate auf etwa 42 Maschinen — ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Durchschnitt des Vorquartals. Um die Vorgabe noch zu erreichen, müsste Airbus bis zum Jahresende monatlich 97 Jets ausliefern.
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Analysten sprechen bereits von einem Glaubwürdigkeits-Engpass. Ein Erreichen dieser Schlagzahl würde die stärkste Performance in der zweiten Jahreshälfte der Konzerngeschichte erfordern.
Fokus auf die Marge
Um den Druck auf die Gewinnmargen abzufedern, hat das Management eine Kostensperre verhängt. Die Ausgaben für externe Dienstleister und nicht-industrielle Bereiche in der Verkehrsflugzeugsparte sollen um zehn Prozent sinken. Diese Maßnahme ergänzt das bestehende Effizienzprogramm „LEAD“ und verdeutlicht, dass die bisherigen Einsparungen kaum ausreichen.
Parallel dazu bereitet das Werk in Kinston, North Carolina, operative Sorgen. Nach der Übernahme von Spirit AeroSystems kämpft der Standort mit Personalabgängen. Viele Fachkräfte kehrten Berichten zufolge zum Konkurrenten Boeing zurück, was die Produktion von Rumpfsektionen für den A350 bremst.
Technische Überverkaufung
An der Börse spiegelt sich die Verunsicherung deutlich wider. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert und schloss am Freitag bei 41,60 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 10,9 gilt das Papier technisch als massiv überverkauft, was kurzfristig für Gegenbewegungen sorgen könnte.
In den kommenden Tagen rücken Updates zur Triebwerksversorgung und zum Integrationsfortschritt der Spirit-Anlagen in den Mittelpunkt. Anleger warten zudem auf technische Details zum A350-Frachterprogramm, dessen Fortschritt als wichtiger Indikator für die langfristige Planung gilt.
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