Airbus Aktie: A320-Nachfolger eAction bis 2030

Airbus plant neuen Mittelstreckenjet bis 2030 mit 20-30% weniger Treibstoffverbrauch und paralleler Produktion zum A320.

Die Kernpunkte:
  • Neues Flugzeugprogramm 'eAction' gestartet
  • Marktstart für 2030 geplant
  • Deutlich niedrigerer Treibstoffverbrauch angestrebt
  • Parallelproduktion von A320 und Nachfolger möglich

Airbus schaltet in die nächste Gänge. Der europäische Flugzeugbauer treibt die Pläne für ein neues Mittelstreckenflugzeug voran, das den A320 ablösen soll. Intern trägt das Programm den Namen „eAction“.

CEO Guillaume Faury bestätigte das Ziel: der Marktstart bis 2030, die Auslieferung in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts. Es ist ein ambitionierter Zeitplan. Schließlich geht es um die wichtigste Produktlinie des Konzerns.

20 bis 30 Prozent weniger Sprit

Das neue Flugzeug soll deutlich effizienter werden. Airbus peilt eine Verbesserung des Treibstoffverbrauchs von 20 bis 30 Prozent im Vergleich zur aktuellen Generation an. Zudem soll die Maschine mit bis zu 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff fliegen können.

Die Technologie-Liste liest sich wie ein Blick in die Zukunft der Luftfahrt. Airbus prüft effizientere Triebwerke, möglicherweise mit offenen Rotoren. Längere, faltbare Tragflächen sind im Gespräch, ebenso wie Hybrid-Elektrik, leichtere Materialien und intelligente Bordsysteme.

Faury rechnet damit, dass der A320-Auftragsbestand auch bei Einführung des Nachfolgers noch robust sein wird. Die Folge: Airbus könnte beide Baureihen parallel produzieren. Ein klassisches Szenario in der Luftfahrtindustrie.

Kurs nahe 50-Tage-Linie

Die Aktie notierte am Freitag bei 47,60 Euro – ein Minus von 1,24 Prozent. Über die vergangenen vier Wochen steht ein Plus von 11,74 Prozent zu Buche. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 55,00 Euro aus dem Januar beträgt gut 13 Prozent. Positiv: der Kurs liegt rund 8,5 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt.

Parallel zu den Zukunftsplänen gab es eine konkrete Neuigkeit. Airbus unterzeichnete am Freitag eine Absichtserklärung mit Kawasaki Heavy Industries. Ziel ist die Entwicklung einer U-Boot-Jagd-Variante der Eurodrohne U950 für Japan. Das Land hat seit 2023 Beobachterstatus im Eurodrohnen-Programm.

Beide Initiativen zeigen: Airbus treibt Innovationen gleichzeitig im zivilen und militärischen Bereich voran. Das trotz einiger Hindernisse. Anfang 2026 kämpfte der Konzern mit Lieferproblemen und einem Gewinnrückgang im ersten Quartal – ausgelöst durch einen Engpass bei Triebwerken.

Doch die Auftragsbücher sind voll. Über 9.000 kommerzielle Flugzeuge stehen in den Bestelllisten. Das verschafft Airbus eine Produktionssichtbarkeit, die viele Jahre reicht.

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