Airbus Aktie: A350F-Erstflug am 24. September
Airbus terminiert den A350F-Erstflug für Ende September, doch Berichte über Produktionsprobleme bei Frachttoren belasten die Aktie und lassen Zweifel am Zeitplan aufkommen.

- Erstflug des A350F für Ende September geplant
- Produktionsprobleme könnten Auslieferungen verzögern
- Aktie fällt um 2,3 Prozent auf 209,10 Euro
- Robuste Auftragslage mit 204 Bestellungen im Juli
Airbus hat für den Erstflug des A350F-Frachters einen konkreten Termin gesetzt: Ende September soll die Maschine erstmals abheben, wie Reuters berichtete. Konkret nennt die Branche den 24. September 2026 als vorläufigen Termin. Zertifizierung und erste Kundenauslieferung sind für Ende 2027 vorgesehen.
Die Nachricht geriet jedoch am Dienstag in den Hintergrund. Das Fachportal Leeham News berichtete, Produktionsprobleme bei den Frachttoren des A350F könnten die Auslieferungen bis ins Jahr 2028 verzögern. Die Aktie reagierte mit einem Rückgang von 2,3 Prozent und schloss bei 209,10 Euro. Anleger werten das Programm offenbar als sensibel: Selbst ein bestätigter Erstflugtermin reicht nicht, um Zweifel an der Serienfertigung zu zerstreuen.
Auftragslage bleibt robust
Losgelöst vom Frachterprogramm läuft das Kerngeschäft weiter rund. Für Juli meldete Airbus 204 Bruttobestellungen, womit sich der Jahreswert auf 1.090 Flugzeuge summiert. Im gleichen Monat lieferte der Konzern 67 Verkehrsflugzeuge aus. Diese Zahlen unterstreichen, dass die operative Basis intakt bleibt, während sich die Diskussion um den A350F auf ein einzelnes Programm konzentriert.
Auch im Umfeld der Airbus-Flotte gibt es Bewegung: Air France verlängerte den Einsatz seiner A318-Flugzeuge bis Ende März 2027 und schiebt damit den Übergang zur A220-300 um fünf Monate nach hinten.
CDB Aviation lieferte zudem drei A321neo an Jet2 aus, Teil eines größeren Flottenmodernisierungsprogramms der britischen Airline. Lufthansa City Airlines wiederum brachte ihren ersten A220-300 in die Endmontage im kanadischen Mirabel.
Regulatorik und Bewertungslage
Parallel beschäftigen regulatorische Themen den Konzern. Die US-Luftfahrtbehörde FAA schlug eine neue Lufttüchtigkeitsanweisung für die Modelle A330 und A340 vor, um mögliche Kraftstofflecks an Niederdruck-Absperrventilen zu adressieren.
In Großbritannien zahlte Airbus Operations Limited zudem eine Vergleichssumme von umgerechnet über sechs Millionen Pfund an die britische Steuerbehörde HMRC, um mehrere Verstöße gegen das strategische Exportkontrollregime beizulegen – Behördenangaben zufolge ging es dabei um administrative Dokumentationsmängel.
Am Kapitalmarkt bleibt die Stimmung insgesamt konstruktiv, wenn auch nicht euphorisch. Der Kurs notiert rund 5,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro, das im Januar erreicht wurde, liegt aber deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 191,90 Euro.
Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von 14 Prozent zu Buche. Morgan Stanley hatte die Papiere Mitte August mit „Overweight“ eingestuft und das Kursziel auf 255 Euro angehoben – ein Signal, dass die Bank trotz operativer Einzelthemen wie dem A350F-Frachterprogramm langfristiges Potenzial sieht.
Für Anleger bleibt der September der entscheidende Prüfstein: Gelingt der Erstflug wie angekündigt, dürfte das die Zweifel an der Serienproduktion zumindest kurzfristig dämpfen. Bestätigen sich hingegen die Berichte über Verzögerungen bei den Frachttoren, könnte das Vertrauen in den Zeitplan bis Ende 2027 weiter leiden.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 19. August liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




