Airbus Aktie: Auslieferungen auf Kurs
Nach 547 Auslieferungen in neun Monaten benötigt Airbus im Schlussquartal gut 320 Maschinen für das Jahresziel von rund 870.

- September-Auslieferungen nahezu auf Vorjahresniveau
- 547 Flugzeuge nach neun Monaten übergeben
- Rund 870 Auslieferungen fürs Gesamtjahr angepeilt
- Berliner Regierung prüft mögliche GCAP-Kooperation
Airbus hat im September 72 Flugzeuge an 37 Kunden übergeben. Das entspricht dem Vorjahresniveau, als es 73 Maschinen waren. Nach neun Monaten steht der Konzern bei 547 Auslieferungen. Ob das Jahresziel erreichbar bleibt, hängt nun vom Schlussspurt im Herbst ab.
Auslieferungen: Solide, aber ohne Schub
Die Zahl der übergebenen Jets liegt 8 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Für das Gesamtjahr peilt der Hersteller rund 870 Auslieferungen an, nach 793 im Jahr 2025. Das wäre ein Plus von etwa 10 Prozent.
Rechnerisch muss Airbus dafür im Schlussquartal gut 320 Maschinen übergeben. Das ist ein anspruchsvolles Pensum, zumal Lieferkettenprobleme die Branche zuletzt belastet haben. Der September-Wert zeigt immerhin, dass die Produktion trotz dieser Verzögerungen nicht ins Stocken gerät.
Auftragsbuch wächst weiter
Auf der Bestellseite verbuchte Airbus im September 17 neue Brutto-Aufträge. Seit Jahresbeginn summiert sich das auf 1.174 Jets. Nach drei Stornierungen im vergangenen Monat bleiben netto 1.105 Bestellungen für die ersten neun Monate.
Die Auftragslage ist damit komfortabel. Der Engpass liegt weiterhin in der Fertigung und bei den Zulieferern, nicht in der Nachfrage.
Kampfjet-Debatte als Nebenschauplatz
Parallel dazu rückt das Rüstungsgeschäft in den Blick. Der britische Premierminister Andy Burnham hat Bundeskanzler Friedrich Merz angeboten, dass Deutschland dem Kampfjet-Programm GCAP beitreten kann. Daran beteiligt sind bereits Japan und Italien.
Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es, die Verteidigungsminister prüften eine Kooperation. Eine Vorentscheidung sei das ausdrücklich nicht. Das deutsch-französische Projekt FCAS war im Sommer gescheitert. Als wahrscheinlichste Alternative galt bislang eine Zusammenarbeit von Airbus mit dem schwedischen Rüstungskonzern Saab. Ein deutscher Einstieg bei GCAP könnte diese Rechnung verändern, ist aber noch in einem sehr frühen Stadium.
Die Aktie schloss zuletzt bei 187,26 Euro, ein Minus von 0,1 Prozent. Nächster Messpunkt sind die Oktober-Zahlen. Sie zeigen, ob Airbus den Rückstand auf die geplanten 870 Auslieferungen verkleinert.
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