Airbus Aktie: Broughton wird umgebaut?

Neue Produktionskapazitäten in Großbritannien, China und Toulouse ergänzen das bestätigte Jahresziel von rund 870 Verkehrsflugzeugen.

Die Kernpunkte:
  • A321-Fertigung in Broughton wird ausgebaut
  • Rund 480 neue Stellen 2026 geschaffen
  • Zweite Tianjin-Linie lieferte erstes Flugzeug
  • Eurofighter-Angebot für Portugal in Vorbereitung

Airbus treibt den weltweiten Ausbau seiner industriellen Kapazitäten für die volumenstarke A320-Familie voran. Am 21. September gab das Unternehmen bekannt, am britischen Standort Broughton eine frühere Produktionsstätte für A380-Tragflächen in eine Fertigungslinie für den A321 umzuwandeln. Im Zuge dieses Ausbaus wurden im Jahr 2026 bereits rund 480 neue Arbeitsplätze in Broughton geschaffen.

Neue Montagelinien in Europa und Asien

Die Werkserweiterung in Großbritannien ist Teil einer Reihe von Schritten zur Stärkung der Fertigungskette. Am 16. September lieferte Airbus das erste Flugzeug der A320-Familie aus der zweiten Endmontagelinie im chinesischen Tianjin an China Eastern Airlines aus.

Zudem eröffnete der Flugzeugbauer am 14. September ein neues Auslieferungszentrum am Standort Jean-Luc Lagardère in Toulouse, um den industriellen Hochlauf der Modellreihe gezielt zu begleiten.

Mit diesen Kapazitätserweiterungen begegnet der Konzern einer anhaltend hohen Flugzeugnachfrage. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am 15. September berichtete, sieht das Management trotz geopolitischer Spannungen und Belastungen in den Zulieferketten keine Abschwächung des Interesses. Die Auslieferungen lagen bis Mitte September im laufenden Jahr um neun Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Auslieferungsziel für das Gesamtjahr bestätigt

Vor diesem Hintergrund bekräftigte das Unternehmen am Freitag sein Jahresziel von rund 870 Verkehrsflugzeugen für 2026. Parallel dazu trat Airbus Bedenken wegen eines industriellen Qualitätsproblems entgegen. Nach Angaben von Reuters betrifft ein Qualitätsmangel in der Rumpfstruktur des Modells A321neo rund 500 Flugzeuge.

Airbus hatte den Mangel am Donnerstag bestätigt und eingegrenzt. Da die Flugsicherheit nicht beeinträchtigt ist, können die Maschinen im regulären Flugbetrieb verbleiben. Ein technisches Abhilfeverfahren wurde nach Unternehmensangaben bereits festgelegt.

Eurofighter-Offerte für Portugal in Vorbereitung

Neben der Zivilluftfahrt bereitet der Konzern neue Aktivitäten im militärischen Sektor vor. Laut Reuters beabsichtigt Airbus, Ende Oktober oder Anfang November einen unaufgeforderten Vorschlag an Portugal zu übermitteln. Dieser sieht die Lieferung von Eurofighter-Typhoon-Jets für das Ersatzprogramm der dortigen F-16-Flotte vor.

Am Aktienmarkt reagierten die Anleger zum Wochenschluss verhalten auf die Nachrichtenlage. Die Airbus-Aktie ging am Freitag mit einem leichten Tagesverlust von 0,7 Prozent bei 194,10 Euro aus dem Handel.

Anzeige

Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 27. September liefert die Antwort:

Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Airbus