Airbus Aktie: EBIT um 52% auf 300 Millionen
Airbus verzeichnet einen deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal 2026, bestätigt aber die Jahresziele. Lieferprobleme und ein Streit mit Triebwerkslieferant Pratt & Whitney belasten das operative Geschäft.

- Bereinigtes EBIT um 52 Prozent gefallen
- Flugzeugauslieferungen um 16 Prozent gesunken
- Rüstungssparte zeigt positive Entwicklung
- Jahresprognose trotz Schwächephase bestätigt
398 Nettobestellungen in einem Quartal — 95 Prozent mehr als im Vorjahr. Klingt nach Rückenwind. Die Realität im operativen Geschäft sieht anders aus.
Airbus hat das erste Quartal 2026 mit einem deutlichen Ergebniseinbruch abgeschlossen. Das bereinigte EBIT fiel um 52 Prozent auf 300 Millionen Euro und verfehlte damit die Analystenerwartungen von rund 348 Millionen Euro. Der Umsatz sank um sieben Prozent auf 12,65 Milliarden Euro.
Weniger Auslieferungen, mehr Lagerbestand
Das Kernproblem: Airbus lieferte im ersten Quartal nur 114 Flugzeuge aus — 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Hauptkonkurrent Boeing kam im gleichen Zeitraum auf 143 Maschinen. Das Segment Verkehrsflugzeuge trug die Hauptlast; das bereinigte EBIT brach von 494 Millionen auf 81 Millionen Euro ein.
Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung verschlechterte sich auf minus 2,5 Milliarden Euro, nach minus 310 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Hintergrund: Der Lagerbestand wuchs um 5,2 Milliarden Euro auf 46,9 Milliarden Euro — gefüllt mit fertiggestellten, aber noch nicht ausgelieferten Jets sowie halbfertigen Maschinen.
Triebwerksstreit ohne Einigung
Ein zentraler Engpass bleibt die Triebwerksversorgung durch Pratt & Whitney. CEO Guillaume Faury bestätigte, dass bislang keine Einigung mit dem Zulieferer erzielt wurde. Airbus prüft nach eigenen Angaben Vertragsmaßnahmen und mögliche Schadensersatzforderungen, um die Auswirkungen auf die A320neo-Linie zu begrenzen.
Das Produktionsziel bleibt trotzdem stehen: 70 bis 75 A320-Maschinen pro Monat bis Ende 2027. Faury betonte, der Hochlauf verlaufe planmäßig — die Engpässe in der Antriebsversorgung seien bekannt und eingepreist.
Rüstung federt ab
Das Segment Defence and Space lieferte einen Lichtblick. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT verdoppelte sich auf 130 Millionen Euro und übertraf die Markterwartungen. Airbus konkretisierte außerdem den Fahrplan für das Kampftrainer-Programm SAETA II in Spanien: Ein von Airbus geführtes Konsortium soll 30 Maschinen liefern, erste Auslieferungen sind für 2028 geplant.
Jahresprognose unangetastet
Das Management hält an der Jahresprognose fest. Angestrebt werden rund 870 Auslieferungen sowie ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro und ein freier Cashflow vor Kundenfinanzierung von rund 4,5 Milliarden Euro.
Die Aktie notiert aktuell rund 25 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn mit fast 16 Prozent im Minus. Der RSI von knapp 11 signalisiert eine stark überverkaufte Lage — ob das schwache Quartalsergebnis den Druck weiter erhöht oder bereits eingepreist war, zeigt sich in den nächsten Handelstagen.
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