Airbus Aktie: Einigung mit spanischen Gewerkschaften erzielt

Airbus lieferte bis August 475 Jets aus und gewann 67 Bestellungen. Eine vorläufige Einigung mit spanischen Gewerkschaften bleibt zustimmungspflichtig.

Die Kernpunkte:
  • 475 Flugzeuge bis August ausgeliefert
  • Auslieferungen gegenüber Vorjahr um 9 Prozent gestiegen
  • 67 neue Bestellungen im August
  • Spanische Belegschaft stimmt noch ab

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus hat im bisherigen Jahresverlauf seine Auslieferungszahlen gesteigert und bleibt damit auf Kurs für seine gesteckten Ziele.

Zwischen Januar und August 2026 übergab das Unternehmen insgesamt 475 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden. Dies entspricht einer Steigerung von 9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie gestern bekannt wurde. Damit nähert sich der Konzern weiter seinem Ziel für das Gesamtjahr an, das bei der Auslieferung von rund 870 Maschinen liegt.

Solide Auftragslage trotz technischer Hürden

Im Einzelmonat August verzeichnete Airbus 57 Auslieferungen. Parallel dazu konnte die Vertriebsabteilung Erfolge verbuchen: Insgesamt wurden im vergangenen Monat 67 neue Aufträge unterzeichnet. Ein wesentlicher Teil dieser Bestellungen entfiel auf das Frachtsegment.

Ein namentlich nicht genannter Kunde orderte acht Maschinen vom Typ A350F. Die Vorbereitungen für dieses Modell laufen bereits seit einiger Zeit, wobei der Konzern trotz zwischenzeitlicher Kursrücksetzer der Aktie an seinen langfristigen Produktionsplänen festhält.

Zuvor hatten technische Probleme die Auslieferungen der Baureihe A330neo im Sommer zeitweise gebremst. Medienberichten zufolge war an einem Höhenleitwerk ein isolierter Qualitätsmangel festgestellt worden. Airbus teilte hierzu mit, dass die Ursache des Problems identifiziert werden konnte.

Nach einer kurzzeitigen Unterbrechung wurden die Auslieferungen dieses Typs inzwischen wieder aufgenommen. Solche prozessualen Korrekturen sind in der Branche nicht ungewöhnlich, erfordern jedoch oft eine kurzfristige Anpassung der Logistikkette.

Vorläufige Einigung im spanischen Arbeitskampf

An der personellen Front zeichnet sich eine Entspannung ab. Airbus konnte am vergangenen Freitag eine vorläufige Einigung mit vier spanischen Gewerkschaften erzielen. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Beilegung der Arbeitskämpfe, die die spanischen Werke über Wochen belastet hatten.

Ende August war die Belegschaft in einen unbefristeten Streik getreten, nachdem ein vorheriges Vermittlungsangebot der Geschäftsführung und ein Gehaltsvorschlag abgelehnt worden waren.

Die aktuelle Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt eines Referendums. Die betroffenen Mitarbeiter müssen dem Vorschlag in einer verbindlichen Abstimmung noch zustimmen, bevor der Konflikt endgültig als beigelegt betrachtet werden kann. Eine dauerhafte Stabilisierung der Produktion in den spanischen Werken gilt als wichtiger Baustein, um das hohe Auslieferungstempo für das restliche vierte Quartal sicherzustellen.

Marktreaktion und charttechnische Einordnung

An der Börse zeigt sich die Aktie heute mit einer verhaltenen Bewegung. Das Papier notiert aktuell bei 197,68 € und verliert damit geringfügige 0,1 %. Damit bewegt sich der Kurs weiterhin unterhalb wichtiger technischer Marken.

Der Abstand zum gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, der derzeit bei 201,06 € verläuft, beträgt 1,7 %. Anleger beobachten nun genau, ob die Dynamik der Auslieferungen ausreicht, um den Kurs wieder in Richtung des 52-Wochen-Hochs von 221,25 € zu treiben, von dem die Aktie momentan noch 11 % entfernt ist.

Die Marktteilnehmer gewichten die stabile Auftragslage und die Fortschritte bei den Auslieferungszahlen derzeit gegen die Herausforderungen in der Lieferkette und die noch ausstehende finale Zustimmung der spanischen Arbeitnehmer. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich aktuell auf rund 157,47 Milliarden €.

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