Airbus Aktie: Hauptversammlung naht!

Airbus steht vor einer entscheidenden Hauptversammlung mit Dividendenausschüttung und neuen Aufsichtsratsmitgliedern, während Lieferrückstände und Analystenuneinigkeit den Kurs belasten.

Die Kernpunkte:
  • Dividende von 3,20 Euro je Aktie steht an
  • Neubesetzung des Aufsichtsrats mit Oliver Zipse
  • Starke Lieferrückstände im ersten Quartal
  • Gespaltene Analystenbewertungen für die Aktie

Drei Termine in zwei Wochen — und jeder davon hat das Potenzial, den Kurs zu bewegen. Am 14. April trifft sich Airbus in Amsterdam zur Hauptversammlung, wenige Tage später folgt der Ex-Dividenden-Tag, und Ende April stehen die Quartalszahlen an. Der Zeitplan ist eng, die Erwartungen gemischt.

Dividende, Boardwechsel und ein schwaches Quartal

Auf der Tagesordnung der HV steht zunächst die Ausschüttung einer Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Als Auszahlungstermin ist der 23. April vorgesehen, der Ex-Dividenden-Tag fällt auf den 21. April.

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Gleichzeitig wird der Aufsichtsrat neu besetzt. BMW-Chef Oliver Zipse, dessen Mandat bei dem Münchener Autokonzern im Mai 2026 endet, soll als neues nicht-geschäftsführendes Mitglied einziehen — für zunächst ein Jahr. Neu vorgeschlagen wird außerdem Henriette Hallberg Thygesen, CEO des dänischen Rüstungs- und Luftfahrtunternehmens Terma A/S, für eine dreijährige Amtszeit.

Lieferrückstand und Analystenuneinigkeit

Die Hauptversammlung findet vor einem operativ schwierigen Hintergrund statt. Im ersten Quartal 2026 lieferte Airbus 114 Flugzeuge aus — 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. CEO Guillaume Faury hat das Jahresziel bereits auf 870 Maschinen gesenkt, deutlich unter den ursprünglich erwarteten 900 oder mehr.

Ein wesentlicher Engpass bleibt der Streit mit Triebwerkslieferant Pratt & Whitney. Airbus fordert Schadensersatz für verzögerte Lieferungen; der Fall könnte vor ein Schiedsgericht gehen. Da P&W-Triebwerke rund 40 Prozent der weltweiten A320-Flotte antreiben, wirkt sich der Stillstand direkt auf die Auslieferungskapazität aus.

Auf der Gegenseite hat die US-Zollpolitik bislang kaum geschadet: Zivilflugzeuge, Triebwerke und Komponenten sind von den neuen 15-Prozent-US-Zöllen ausgenommen. Als Anfang April die breiteren Industriewerte um fast fünf Prozent einbrachen, verlor die Airbus-Aktie auf währungsbereinigter Basis lediglich rund ein Prozent — auch weil Flugzeuge für US-Kunden größtenteils im Alabama-Werk gefertigt werden.

Das Analystenurteil ist gespalten: Zacks Research stufte den Titel Ende März auf „Strong Sell“ herab, Rothschild & Co Redburn senkte von „Strong Buy“ auf „Hold“. Erste Group Bank behielt ihr „Hold“-Rating bei, kürzte aber die EPS-Prognose für 2026. RBC Capital hingegen bekräftigte innerhalb der vergangenen 24 Stunden sein „Buy“-Rating.

Die Q1-Ergebnisse am 28. April werden zeigen, ob der Produktionshochlauf trotz allem auf Kurs liegt. Airbus peilt für 2026 ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow vor Kundenfinanzierung von etwa 4,5 Milliarden Euro an.

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