Airbus Aktie: HV-Doppelschlag!

Airbus schüttet eine Rekorddividende aus, kämpft aber mit deutlichen Produktionsrückgängen im ersten Quartal. Das Auftragsbuch ist voll, die Aktie notiert jedoch deutlich unter ihrem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Rekordausschüttung von 3,20 Euro je Aktie
  • Produktionsrückgang um 16 Prozent im ersten Quartal
  • Starker Auftragseingang mit fast 400 Netto-Bestellungen
  • Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn über 13 Prozent

Rekordauftragsbuch, aber stockende Lieferungen — Airbus hat auf seiner Hauptversammlung in Amsterdam gleich zwei Botschaften gesendet. Einerseits einen Rekorddividende, andererseits eine klare Warnung, dass der Weg zur Jahreszielmarke steinig bleibt.

Dividende und neue Ziele

Der Vorstand beantragte eine Ausschüttung von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Dahinter stehen Zahlen, die sich sehen lassen: rund 73,4 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT von 7,1 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro an. Der freie Cashflow soll rund 4,5 Milliarden Euro erreichen.

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Neben den Finanzdaten gab es einen Personalwechsel. Victor Chu schied mit Wirkung der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsgremium aus.

Lieferkrise bremst den Schwung

Das eigentliche Problem liegt in den Werkshallen. Im ersten Quartal 2026 lieferte Airbus 114 Flugzeuge aus — 16 Prozent weniger als die 136 Einheiten im Vorjahreszeitraum. Hauptursache: fehlende Triebwerke für die A320neo-Familie. Die Lieferkette stockt weiterhin.

Auf der Auftragseite sieht es deutlich besser aus. Mit 398 Nettobestellungen seit Jahresbeginn liegt das Volumen fast doppelt so hoch wie zum gleichen Zeitpunkt 2025. Allein im März kamen 331 neue Bestellungen hinzu. Das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen hält das Management dennoch aufrecht — ein ambitioniertes Versprechen angesichts der aktuellen Produktionslage.

Delta-Deal und Kabinentechnik

Parallel zur HV präsentierte Airbus auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg neue Partnerschaften. Delta Air Lines rüstet seine 20 bestellten A350-1000 mit dem „HBCplus“-Konnektivitätssystem aus. Die Technologie kombiniert Satelliten im erdnahen Orbit mit geostationären Netzen und soll Passagieren schnelles Internet an Bord bieten.

Airbus zeigte außerdem neue Kabinenkonzepte: eine überarbeitete First-Class-Suite für die A350-1000, ein KI-gestütztes Cateringsystem zur Lebensmittelverschwendung-Reduktion sowie ein einheitliches Innenraumdesign quer durch alle Flugzeugfamilien.

Kurs unter Druck

Die Aktie notiert bei 42,40 Euro — rund 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,50 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 13 Prozent verloren. Der RSI von knapp 11 signalisiert eine stark überverkaufte Lage, was technisch auf eine mögliche Gegenbewegung hindeutet. Ob die Fundamentaldaten dafür die Basis liefern, wird sich am 28. April zeigen: Dann veröffentlicht Airbus den vollständigen Q1-Bericht und gibt Analysten Einblick in den Stand des Produktionshochlaufs.

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