Airbus Aktie: Milliarden-Deal mit Saudis?
Deutschland lockert Rüstungsexportpolitik, was den Weg für potenzielle Großaufträge von Airbus an Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die VAE ebnet.

- Saudi-Arabien verhandelt über Kauf von A400M-Transportern
- Deutsche Exportrichtlinien werden weniger restriktiv
- VAE zeigen ebenfalls Interesse an Militärflugzeugen
- Merz wirbt für strategische Partnerschaft in der Region
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seiner Golfreise ein klares Ziel: Deutschland soll wirtschaftlich unabhängiger von China und den USA werden. Für Airbus könnte die dreitägige Tour durch Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zum Türöffner für Großaufträge werden. Die Bundesregierung hat bereits signalisiert, Rüstungsexporte in die Region künftig „weniger restriktiv“ zu handhaben.
A400M-Deal rückt näher
Das Interesse Saudi-Arabiens am Militärtransportflugzeug A400M ist kein Geheimnis mehr. Bereits seit längerem verhandelt das Königreich über den Kauf der Maschinen – bislang blockierten jedoch die restriktiven deutschen Exportrichtlinien konkrete Abschlüsse. Merz hat nun vor seiner Abreise klargestellt: „Zur Partnerschaft gehört, dass man gegenseitiges Vertrauen aufbaut. Das gilt auch bei Rüstungsexporten.“
Die Ampel-Regierung hatte Anfang 2024 bereits den Weg für weitere Eurofighter-Exporte nach Saudi-Arabien freigemacht. Unter Merz soll die Zusammenarbeit nun auf „ein neues Niveau“ gehoben werden. Konkrete Vertragsabschlüsse wird es bei dieser Reise zwar nicht geben, doch die Gespräche über Waffenlieferungen stehen laut Delegationskreisen „ziemlich weit oben auf der Agenda“.
Auch VAE zeigen Interesse
Nicht nur Saudi-Arabien hat den A400M im Visier. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate bekunden Interesse an dem Transportflugzeug. Katar ist ohnehin bereits guter Kunde der deutschen Rüstungsindustrie und erhielt zuletzt eine Lieferung von Boxer-Schützenpanzern.
Für Airbus könnten die drei Golfstaaten zu einem bedeutenden Absatzmarkt werden. Deutsche Unternehmen setzen bereits heute umfangreiche Infrastrukturprojekte in Saudi-Arabien um. Merz verwies zudem auf saudische Staatsfonds, die „in beträchtlichem Maß“ in Deutschland investiert seien. Seine Botschaft: „Hier geht noch mehr.“
Strategischer Schwenk unter Zeitdruck
Der Hintergrund der Reise ist ein fundamentaler Kurswechsel der deutschen Außenwirtschaftspolitik. Nach jahrelangen Abhängigkeiten von China bei Exporten und Rohstoffen sowie von den USA bei Verteidigung und Handel sucht Berlin neue Partner. Die drei reichen Golfstaaten bieten nicht nur Diversifizierung bei Öl- und Gaslieferungen, sondern auch politischen Einfluss in einer Region, die seit den arabischen Aufständen von 2011 zum Machtzentrum der arabischen Welt geworden ist.
Das zweieinhalbstündige Treffen zwischen Merz und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Königspalast von Riad verlief laut Delegationskreisen „herzlich und offen“. Geplant ist eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft, die vor allem Sicherheit und Energie betreffen soll. Am Donnerstag reist der Kanzler nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate weiter.
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