Airbus Aktie: Qantas-Lieferung auf April 2027 verschoben
Airbus verschiebt Auslieferung der Spezial-A350 an Qantas. Lieferengpässe und Produktionsprobleme belasten den Flugzeugbauer.

- Auslieferung der A350-Jets verschoben
- Qantas-Routenstart verzögert sich
- Gewinneinbruch von 52 Prozent
- Aktie trotzdem leicht im Plus
Australiens Nationalairline Qantas wollte Ende 2026 Geschichte schreiben. Stattdessen bremst Airbus das prestigeträchtige Ultra-Langstrecken-Projekt nun aus. Der europäische Flugzeugbauer kämpft weiterhin mit massiven Engpässen in der Lieferkette und verschiebt die Auslieferung seiner modifizierten A350-Jets spürbar.
Qantas muss warten
Die Fluggesellschaft muss sich bei ihren geplanten Direktflügen von Sydney nach New York und London gedulden. Ursprünglich sollten die ersten zwölf Spezialmaschinen Ende 2026 eintreffen. Airbus verlegte diesen Termin nun auf April 2027.
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Die Jets müssen vor dem kommerziellen Einsatz zwingend monatelange Testflüge absolvieren. Der für Mitte 2027 geplante Start der neuen Rekord-Routen verschiebt sich dadurch fast zwangsläufig.
Rumpfteile und Triebwerke fehlen
Die Verzögerung offenbart ein systemisches Problem beim Luftfahrtkonzern. Triebwerke fehlen, wichtige Rumpfteile kommen zu spät im Werk an. Kürzlich warnte das Management bereits andere Airlines vor möglichen Verspätungen bei Standard-A350-Maschinen.
Diese Produktionshürden belasten die Bilanz schwer. Im ersten Quartal brach der Gewinn im Jahresvergleich um 52 Prozent ein — eine direkte Folge der stockenden Auslieferungen.
Technische Gegenbewegung stützt den Kurs
An der Börse reagieren Investoren am Montag erstaunlich gelassen auf die erneuten Hiobsbotschaften. Die Airbus-Papiere legen leicht um 1,44 Prozent auf 42,20 Euro zu.
Ein Blick auf die technischen Indikatoren liefert eine mögliche Erklärung für das Kaufinteresse. Mit einem RSI von knapp 11 gilt der Titel als extrem überverkauft. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 14 Prozent auf der Anzeigetafel.
Das Orderbuch von Airbus bleibt langfristig prall gefüllt. Die eigentliche Bewährungsprobe für das Management liegt in den kommenden Monaten in der Fabrikhalle. Gelingt es nicht, die Lieferketten rasch zu stabilisieren, droht ein Verfehlen der Jahresziele für die Auslieferungen.
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