Airbus Aktie: Triebwerke als Bremsklotz

Lieferschwierigkeiten bei Pratt & Whitney-Triebwerken gefährden die Airbus-Produktionsziele und belasten die Aktie. Die Hauptversammlung im April steht im Zeichen dieser Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • Produktionsengpässe bei A320neo und A220
  • Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn stark
  • Hauptversammlung mit Dividende und Jahreszielen
  • Volle Auftragsbücher, aber Umsetzungsprobleme

Während die Rüstungssparte von Airbus mit der Auslieferung modifizierter A400M-Maschinen an Indonesien Erfolge feiert, stottert der Motor im zivilen Kerngeschäft gewaltig. Ein eskalierender Streit mit dem US-Zulieferer Pratt & Whitney um fehlende Triebwerke zwingt den europäischen Luftfahrtkonzern zu schmerzhaften Kompromissen. Für Investoren rückt die anstehende Hauptversammlung im April damit in ein kritisches Licht.

Der Kampf um knappe Bauteile

Im Zentrum des Konflikts steht der Antrieb PW1100G. Wegen Produktionsmängeln müssen etliche dieser Triebwerke außerplanmäßig in die Werkstatt. Das führt zu einem strukturellen Engpass: Die knappen Aggregate fließen in die Wartung bestehender Flotten, anstatt an den Montagelinien für neue Flugzeuge der A320neo- und A220-Familie zur Verfügung zu stehen. Airbus erhöht nun den Druck und prüft Schadensersatzforderungen gegen den US-Hersteller, da die Verzögerungen die eigenen Produktionsziele massiv gefährden.

Die anhaltenden Lieferschwierigkeiten hinterlassen tiefe Spuren. Nach drei Jahren in Folge mit verfehlten Auslieferungszielen senkte das Analysehaus Berenberg kürzlich das Kursziel für das Papier. Auch am Markt spiegelt sich die Skepsis wider: Mit dem aktuellen Kursrutsch auf 39,40 Euro summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf knapp 20 Prozent, was den Titel charttechnisch in einen stark überverkauften Bereich drückt.

Fokus auf die Hauptversammlung

Entsprechend intensiv dürften die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam nachfragen. Neben der Abstimmung über eine Bruttodividende von 3,20 Euro je Aktie stehen wichtige Personalien und ehrgeizige Ziele für das laufende Jahr auf der Agenda:

  • Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen im Jahr 2026
  • Bereinigter operativer Gewinn (EBIT) von etwa 7,5 Milliarden Euro
  • Berufung von Oliver Zipse und Henriette Hallberg Thygesen in den Verwaltungsrat

Die Auftragsbücher sind mit über 8.700 bestellten Maschinen prall gefüllt. Das Problem von Airbus ist längst nicht mehr die Nachfrage, sondern die reine Umsetzung der Produktion. Die angepeilte Stabilisierung der Fertigungsrate auf 75 Flugzeuge pro Monat bis Ende 2027 erfordert zwingend eine rasche Lösung im Triebwerksstreit.

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