Airbus Aktie: Valkyrie hebt ab?

Neue Flugzeugbestellungen, abgeschlossene Werksarbeiten und militärische Projektfortschritte begleiten den Kursanstieg der Airbus-Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Airbus-Aktie steigt um 2,4 Prozent
  • Rumänien bestellt zwölf H225M-Hubschrauber
  • Biman ordert zehn Airbus-Flugzeuge
  • Spanische Werkskonsolidierung wurde abgeschlossen

Mit einem Kursplus von 2,4 Prozent auf 193,46 Euro zählt die Aktie von Airbus am heutigen Donnerstag zu den Gewinnern des Handelstages. Für diese Aufwärtsbewegung lässt sich Medienberichten zufolge kein einzelner ausschlaggebender Auslöser benennen. Die positive Grundstimmung stützt sich vielmehr auf eine Reihe operativer Fortschritte und Auftragseingänge im Zivil- sowie im Rüstungsbereich.

Fortschritte im Verteidigungssektor

Im militärischen Geschäft verbuchte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern zuletzt mehrere Meilensteine. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, gelang während der NATO-Übung SPARTAN ARROW 26 auf Kreta die erfolgreiche Integration von Komponenten deutscher und schwedischer Luftverteidigungssysteme.

Gemeinsam mit dem US-Partner Kratos Defense & Security Solutions meldete der Konzern zudem am Montag den erfolgreichen ersten europäischen Flug des unbemannten Kampfflugzeugs U740 Valkyrie. Beide Unternehmen bekräftigten bei dieser Gelegenheit ihren Zeitplan, bis zum Jahr 2029 ein einsatzbereites System auszuliefern.

Zuvor hatte Rumänien am 7. Oktober einen Festauftrag über zwölf H225M-Hubschrauber bei Airbus Helicopters erteilt, der ein Gesamtvolumen von 757 Millionen Euro umfasst.

Neue Bestellungen und Werksausbau

Auch im zivilen Segment wächst das Orderbuch über die bereits verbuchten Großaufträge hinaus weiter an. So unterzeichnete Biman Bangladesh Airlines am 7. Oktober einen Festauftrag über vier Flugzeuge des Musters A350-900 sowie sechs Maschinen der A321neo-Reihe. Zu Preisen und Lieferterminen machten die Vertragsparteien dabei keine Angaben.

Auf industrieller Seite schloss der Flugzeugbauer am 8. Oktober die Konsolidierung seiner Aktivitäten in der spanischen Provinz Cádiz ab und weihte ein renoviertes Werk in El Puerto de Santa María ein. Damit passt das Management die Fertigungsinfrastruktur an künftige Kapazitätsanforderungen an.

Das Zusammenspiel aus soliden Verteidigungsprojekten und stetigem Ordereingang im Verkehrsflugzeugbau verleiht den Papieren heute Rückenwind. Die Notierung knüpft damit an eine freundlichere Tendenz der vergangenen Tage an, nachdem sich die Aktie in den zurückliegenden Wochen in einer Konsolidierungsphase bewegt hatte.

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