Airbus im Visier der Behörden

Der Flugzeugbauer Airbus hat Ärger in Großbritannien. Denn das Unternehmen ist ins Visier der dortigen Anti-Korruption-Behörde geraten. Was man dem Unternehmen genau vorwirft, ist bisher zwar unklar. Doch es wird von Betrug, Bestechung und Korruption gesprochen.

© Airbus
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Dabei kann sich Airbus immerhin eines auf die Fahnen schreiben: Denn man hat die nun zu untersuchenden Unregelmäßigkeiten selbst entdeckt. Das soll der Öffentlichkeit zeigen, dass man hinsichtlich Bestechung und Korruption eine harte Unternehmenslinie fährt. Bereits im April habe man nach eigenen Angaben die Behörden eingeschaltet. Das hatte für das Unternehmen schon negative Folgen. Denn sowohl in Großbritannien als auch in Frankreich und Deutschland wurden Exportkreditgarantien gekündigt.

Airbus: Belastungen sind unkalkulierbar

So positiv zu werten ist, dass augenscheinlich interne Überwachungs-Mechanismen bei Airbus zu funktionieren scheinen, so ist doch klar: Ist etwas an den Vermutungen dran, dürfte Airbus weitere Probleme bekommen. Denn nach Ansicht von Marktexperten dürfte der Vorwurf der Korruption insbesondere dem großen Rivalen Boeing in die Hände spielen und dessen Chancen vergrößern, insbesondere bei Aufträgen aus dem staatlichen Sektor zum Zuge zu kommen.

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Für die Aktie dürften diese neuen Nachrichten erneut Abwärtsdruck bringen. Zwar hatte sich der Wert im Februar von seiner scharfen Korrektur zum Ende letzten Jahres erholen können. Doch seit März befindet sich die Aktie wieder in einem Abwärtstrend, der wohl nun weiter fortgesetzt wird. Problematisch dabei ist, dass solche Korruptionsuntersuchungen meist Jahre dauern. Und es ist aktuell nicht zu kalkulieren, inwieweit dies das eigentlich positive operative Geschäft überlagert. Entsprechend sollten Anleger aktuell eher Zurückhaltung üben.

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