Airbus: Kampfansage

Dass der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus aktuell so seine Schwierigkeiten mit einigen Modellen hat, ist hinlänglich bekannt. Das hindert den Konzern nicht daran, nun vollmundig die geplante Rückkehr an die Branchenspitze anzukündigen.

© Airbus
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Zwar kann sich Airbus seit Jahren über deutlich mehr Bestellungen freuen, als der Konkurrent Boeing verbuchen kann. Doch die Amerikaner haben ihre Produktion weit besser im Griff, so das sie seit 2012 jährlich mehr Auslieferungen vorweisen konnten. Deshalb bezeichnet sich Boeing auch seit Jahren als weltweit größter Flugzeugbauer.

Airbus will wieder an die Spitze

Diesen Titel will Airbus nun zurückerobern. Geschafft werden soll dies mit dem Ausbau der Produktion der neuen Maschinen vom Typ A350 und A320neo. Was ein durchaus starkes, aber auch machbares Ziel ist. Wären da nicht die derzeitigen Probleme, die das Unternehmen hat. Denn vor allem beim A350 hinkt der Flugzeugbauer bei der Abarbeitung der Bestellungen deutlich hinterher.

So konnte man bis Ende September erst 26 Modelle ausliefern. Da fragt sich natürlich mancher Experte, wie das herausgegebene Ziel von 50 ausgelieferten Maschinen zum Jahresende erreicht werden soll. Doch das ficht Airbus bei seinen langfristigen Plänen nicht an. Denn bis 2020 will man wieder mehr Flugzeuge als Boeing im Jahr ausliefern.

Erst muss geliefert werden

In Abwandlung eines Sprichwortes: Die Worte hört der Markt wohl, doch fehlt ihm noch der Glaube. So reagiert die Aktie nur sehr verhalten auf die neue Kampfansage. Denn ehe hier auch in der Aktie eine tatsächliche Trendwende zustande kommen könnte, wird man darauf warten, dass Airbus seine Versprechungen in diesem Jahr halten kann.

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