Aixtron Aktie: 189 Millionen Euro Auftragseingang erwartet

Aixtron-Aktie erholt sich nach scharfer Korrektur. Analysten uneins über Potenzial, während der Markt auf die Halbjahreszahlen Ende Juli blickt.

Die Kernpunkte:
  • Kurssprung von über fünf Prozent
  • Analysten mit geteilter Meinung
  • Fokus auf Optoelektronik-Geschäft
  • Halbjahreszahlen am 30. Juli

Aixtron erholt sich zum Wochenstart deutlich. Am Dienstag steigt die Aktie um 5,07 Prozent auf 41,00 Euro. Der Kurssprung folgt einer der schärfsten Korrekturen der jüngeren Firmengeschichte – nur wenige Tage vor den Halbjahreszahlen am 30. Juli.

Ausverkauf trifft auf starke Jahresbilanz

Der Rückschlag war heftig. Aixtron notiert noch 34,59 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 62,68 Euro vom 18. Juni. Trotzdem bleibt die Jahresbilanz beeindruckend: Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit 136,93 Prozent im Plus.

Diese Gegensätze erklären die Nervosität der vergangenen Wochen. Wer stark gestiegen ist, fällt bei Enttäuschungen auch stark. Genau das ist bei Aixtron passiert.

Optik-Boom soll die Zahlen tragen

Im Zentrum der Debatte steht das Optoelektronik-Geschäft. Hier erwartet die Bank of America einen Auftragseingang von rund 189 Millionen Euro für das zweite Quartal. Das wäre ein Plus von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorquartal und fast 50 Prozent im Jahresvergleich.

Treiber ist eine wachsende Kundenbasis bei optischen Komponenten, etwa für Laser in der Datenübertragung. Die Bank of America bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 72 Euro. Sie führt Aixtron weiterhin auf ihrer Liste der aussichtsreichsten Nebenwerte.

Die übrigen Analysten sind sich allerdings nicht einig. Jefferies hat sein Kursziel jüngst von 55,30 auf 73 Euro angehoben und sieht auch nach der Rally noch Potenzial. JPMorgan bestätigt die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 70 Euro.

Barclays schlägt einen anderen Ton an. Die Bank bestätigt ihr Kursziel von 39 Euro – deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Diese Spanne zwischen 39 und 73 Euro zeigt, wie unterschiedlich die Bank-Analysten das Risiko einschätzen.

Auftragsflut trifft auf Ergebnisdruck

Der eigentliche Knackpunkt liegt woanders: Aixtron muss die hohe Nachfrage erst in Umsatz und Gewinn übersetzen. Nach einem Verlust im ersten Quartal steht das Unternehmen beim operativen Ergebnis unter Druck. Das Jahresziel liegt bei 17 bis 20 Prozent EBIT-Marge – ambitioniert für ein Unternehmen, das gerade erst wieder in die Gewinnzone will.

Genau diese Schere zwischen Bestellungen und tatsächlichem Ergebnis beschäftigt den Markt. Hohe Auftragseingänge alleine reichen nicht. Sie müssen sich in Umsatz und Marge zeigen, sonst bleibt die Bewertung angreifbar.

Nervöses Umfeld bleibt

Die Marktdaten unterstreichen die Unsicherheit. Der RSI von 38,5 deutet auf einen eher überverkauften Bereich hin. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 80,01 Prozent – ein Wert, der die starken Kursausschläge der vergangenen Wochen erklärt.

Am 30. Juli zeigt sich, ob die optimistischen Auftragsprognosen im Zahlenwerk ankommen. Bis dahin dürfte der Titel volatil bleiben – die Erwartungen nach der Rally sind hoch, und die Messlatte liegt entsprechend weit oben.

Anzeige

Aixtron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aixtron-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Aixtron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aixtron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Aixtron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Aixtron