Aixtron Aktie: Berenberg senkt auf Hold, Ziel 42 Euro

Aixtron liefert GaN-Produktionsanlagen an Renesas, während Analysten die hohe Aktienbewertung kritisch sehen. Der Umsatz soll sich im zweiten Quartal verdoppeln.

Die Kernpunkte:
  • Mehrere GaN-Systeme an Renesas ausgeliefert
  • Optoelektronik dominiert Auftragseingang mit 70 Prozent
  • Umsatzverdopplung für zweites Quartal erwartet
  • Analysten senken Einstufung trotz Kurszielerhöhung

Aixtron hat mehrere Produktionssysteme an Renesas geliefert — und der Zeitpunkt ist kein Zufall. Das GaN-Geschäft soll nach einem schwachen ersten Quartal wieder Fahrt aufnehmen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 156 Prozent zugelegt und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.

Renesas baut GaN-Fertigung aus

Renesas hat mehrere Planetary G5+C-Systeme von Aixtron erhalten. Die Anlagen sind bereits in Betrieb und für die Massenproduktion von GaN-Leistungsbauelementen ausgelegt. Renesas treibt den GaN-Einsatz seit der Übernahme von Transphorm im Juni 2024 gezielt voran — in der E-Mobilität, in KI-Rechenzentren und in der Ladeinfrastruktur.

GaN ist bei Aixtron noch ein kleines Segment. Im ersten Quartal 2026 entfielen nur 3 Prozent des Anlagenumsatzes darauf. Den Löwenanteil — knapp 70 Prozent der eingehenden Aufträge — zog die Optoelektronik an sich. Für das zweite Quartal erwartet Aixtron eine Verdoppelung des Umsatzes auf rund 110 Millionen Euro. GaN soll im weiteren Jahresverlauf stärker beitragen, wenn die Kundenauslastung steigt.

Cashflow stark, Umsatz schwach

Das erste Quartal 2026 lieferte ein gemischtes Bild. Der Umsatz fiel auf 59,4 Millionen Euro — ein Rückgang von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber innerhalb der eigenen Guidance. Der freie Cashflow entwickelte sich dagegen stark: Er stieg auf 48,5 Millionen Euro, nach 29,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Treiber war ein deutlicher Rückgang des Working Capital.

Analysten sehen Kurs als weitgehend ausgereizt

Berenberg hat das Kursziel auf 42 Euro angehoben, die Einstufung aber von „Buy“ auf „Hold“ gesenkt. Begründung: Der Kursanstieg von rund 195 Prozent seit Jahresbeginn habe die Engpassdynamik in der Optoelektronik bereits eingepreist. Berenberg rechnet mit einem Optoelektronik-Umsatz von 243 Millionen Euro im Jahr 2026 — mehr als doppelt so viel wie zuvor — und einem jährlichen Wachstum von 29 Prozent bis 2028.

Jefferies und JP Morgan bleiben optimistischer und halten an Kurszielen von je 55 Euro fest. Der breitere Konsens ist verhaltener:

  • DZ Bank: „Hold“, Ziel 45 Euro
  • Deutsche Bank: „Hold“, Ziel 43 Euro
  • UBS: „Neutral“, Ziel 50 Euro
  • Barclays: „Equal Weight“, Ziel 39 Euro

Kein Wunder, dass die Debatte hitzig ist. Der Kurs hat sich binnen zwölf Monaten mehr als vervierfacht und liegt nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 50,96 Euro.

Was jetzt zählt

Die Q2-Zahlen werden zeigen, ob die operative Erholung greifbar wird. Aixtron hat die Veröffentlichung für Juli angekündigt. Bis dahin gilt: Das Unternehmen hat eine robuste Auftragspipeline — aber die Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen.

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