Aixtron Aktie: ETF-Käufe treffen Realität

Der Halbleiterausrüster Aixtron profitiert von ETF-Käufen, doch die Umsätze und Gewinne sind 2025 gesunken. Die Zukunft hängt vom Wachstum im Lasergeschäft ab.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz und operativer Gewinn 2025 deutlich gesunken
  • ETF-Aufnahme in STOXX 600 sorgt für Kapitalzufluss
  • Lasergeschäft soll SiC-Schwäche kompensieren
  • Erster Quartalsbericht Ende April als wichtiger Test

Seit dem heutigen Montag ist der Halbleiterausrüster offiziell Teil des STOXX Europe 600. Während der passive Kapitalfluss von Indexfonds nun zwingend stützend wirkt, offenbart ein Blick auf das operative Geschäft eine spürbare Delle. Für Investoren rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie schnell neue Wachstumstreiber die aktuelle Schwäche im Kernmarkt kompensieren können.

Schrumpfendes Geschäft trotz Kursrally

An der Börse läuft es für das Unternehmen rund: Mit einem satten Plus von 61 Prozent seit Jahresbeginn preist der Markt reichlich Zukunftsfantasie ein. Die operativen Zahlen des vergangenen Jahres zeichnen allerdings ein wesentlich nüchterneres Bild. Die Umsatzerlöse sanken 2025 um 12 Prozent auf 556,6 Millionen Euro. Auch der operative Gewinn (EBIT) ging um rund ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro zurück, übertraf damit jedoch immerhin die durchschnittlichen Analystenerwartungen. Aktuell notiert das Papier bei 31,52 Euro und gibt am heutigen Handelstag im Zuge von Gewinnmitnahmen leicht um 3,31 Prozent nach.

Hoffnungsträger KI und Optoelektronik

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand insgesamt weiterhin mit einer verhaltenen Kundennachfrage. Dabei zeigen sich jedoch stark gegenläufige Dynamiken in den einzelnen Segmenten. Während der Bereich der Siliziumkarbid-Leistungselektronik (SiC) unter erheblichen Überkapazitäten leidet, soll das Lasergeschäft die Lücke schließen. Aixtron kalkuliert hier mit einer Verdopplung des Umsatzbeitrags, angetrieben durch den massiven Ausbau der optischen Datenkommunikation. Gleichzeitig entwickelt sich die Stromversorgung von KI-Rechenzentren zunehmend zur größten Einzelanwendung für GaN-Leistungshalbleiter.

Der Blick richtet sich auf den April

Die ambitionierte Bewertung der Aktie lässt nach der jüngsten Rally wenig Spielraum für Enttäuschungen. Das Management peilt für das erste Quartal saisonbedingt relativ niedrige Umsatzerlöse von rund 65 Millionen Euro an. Analysten der DZ Bank und der Deutschen Bank blicken derweil bereits auf die zweite Jahreshälfte und das Jahr 2027, wenn neue Chip-Architekturen und massive Investitionsprogramme der Technologiekonzerne das Wachstum spürbar beschleunigen sollen.

Bis diese langfristigen Katalysatoren greifen, muss das Unternehmen beweisen, dass der geplante Wandel im Produktmix wie erhofft funktioniert. Der kommende Q1-Bericht am 30. April wird den ersten harten Indikator dafür liefern, ob das stark wachsende Lasergeschäft die Schwäche im SiC-Bereich tatsächlich rechtzeitig abfedern kann.

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