Aixtron Aktie: Goldman baut auf

Die Investmentbank Goldman Sachs stockt ihre Position beim Halbleiterausrüster Aixtron auf 7,13% auf, setzt auf langfristige Derivate und zeigt Vertrauen in die KI-Transformation, während die aktuellen Umsätze sinken.

Die Kernpunkte:
  • Goldman Sachs erhöht Beteiligung auf 7,13 Prozent
  • Umsatz im dritten Quartal 2025 um 23 Prozent gefallen
  • Analysten-Kursziele reichen von 13,50 bis 25,10 Euro
  • Nächste Quartalszahlen werden am 26. Februar erwartet

Goldman Sachs stockt seine Position bei Aixtron weiter auf – trotz operativer Schwäche des Halbleiter-Ausrüsters. Die US-Investmentbank hält nun 7,13% der Stimmrechte und setzt dabei auf Finanzinstrumente mit Laufzeiten bis 2035. Ein Signal, dass die Wall Street mittelfristig an die AI-Story glaubt, während die Fundamentaldaten noch hinterherhinken.

Die wichtigsten Fakten:
– Goldman Sachs erhöht Beteiligung auf 7,13% (davon 4,88% über Derivate)
– Aktie seit Jahresbeginn mit +15,43% deutlich vor dem DAX
– Umsatz im Q3/2025 um 23% auf 119,6 Mio. Euro gefallen
– Analysten uneins: Kurszielspanne reicht von 13,50 bis 25,10 Euro

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Langfristiges Commitment der Amerikaner

Die jüngste Stimmrechtsmitteilung vom 14. Januar zeigt ein differenziertes Engagement: Nur 2,24% hält Goldman direkt, der Großteil der Position läuft über Swaps und Call Warrants. Die längsten Derivate reichen bis November 2035 – ein Zeithorizont, der weit über typische Trading-Positionen hinausgeht.

Das deutet darauf hin, dass die Bank nicht auf kurzfristige Kursgewinne spekuliert, sondern auf die strukturelle Transformation des Geschäfts setzt. Analysten von BofA Securities erwarten, dass AI-bezogene Umsätze ab 2026 rund 50% des Geschäfts ausmachen werden.

Operative Realität dämpft Euphorie

Die fundamentalen Zahlen zeigen ein anderes Bild. Im dritten Quartal 2025 brachen die Umsätze um 23% auf 119,6 Millionen Euro ein. Der Auftragsbestand schrumpfte um ein Viertel auf 286,5 Millionen Euro. Die Jahresprognose musste das Management im Oktober nach unten korrigieren – unter anderem wegen Währungseffekten durch den schwachen Dollar.

Für 2025 rechnet Aixtron mit Erlösen zwischen 530 und 565 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 17 bis 19%. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei knapp 25 – anspruchsvoll für ein Unternehmen mit schrumpfenden Umsätzen.

Geteilte Meinungen unter Analysten

Jefferies bestätigte am 13. Januar sein neutrales Rating, hob aber das Kursziel von 17,50 auf 18,20 Euro an. Barclays bleibt bei “Buy”. Die durchschnittliche Analystenschätzung liegt bei 18,25 Euro – nahe dem aktuellen Kursniveau.

Besonders optimistisch zeigt sich BofA Securities mit einem Kursziel von 25,10 Euro, mehr als doppelt so hoch wie die pessimistischsten Schätzungen bei 13,50 Euro. Die Bank setzt auf die G10-AsP-Plattform, die bei führenden Kunden Legacy-Systeme ersetzt und vom Boom bei Datacom-Lasern für AI-Rechenzentren profitiert.

Was die Zahlen am 26. Februar bringen

Die nächsten Quartalszahlen am 26. Februar werden zeigen, ob sich die AI-Fantasie in konkreten Auftragseingängen niederschlägt. Anleger wetten darauf, dass die Nachfrage nach GaN- und SiC-Leistungselektronik für 800-Volt-Architekturen in Rechenzentren und E-Autos die Delle im traditionellen Geschäft überkompensiert. Goldman Sachs scheint jedenfalls überzeugt – zumindest für die kommenden Jahre.

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