Aixtron Aktie: KI-Boom ignoriert Schwächen

Die Aixtron-Aktie erreicht ein neues Jahreshoch, angetrieben von der starken Nachfrage nach KI-Komponenten, während das traditionelle SiC-Geschäft unter Überkapazitäten leidet.

Die Kernpunkte:
  • Starke Nachfrage nach KI-Datacom-Lasern
  • Siliziumkarbid-Sparte leidet unter Überkapazitäten
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
  • Expansion mit neuem Werk in Malaysia

Der Anlagenbauer Aixtron erlebt an der Börse derzeit einen massiven Aufwind, der auf den ersten Blick überrascht. Während das traditionelle Geschäft mit Siliziumkarbid (SiC) unter starken Überkapazitäten leidet und das erste Quartal saisonal schwach ausfällt, treibt ein völlig anderer Sektor die Papiere an. Die rasant wachsende Nachfrage aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz überstrahlt aktuell alle konjunkturellen Sorgen der anderen Sparten.

KI-Fantasie schlägt SiC-Flaute

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management zwar mit einer insgesamt verhaltenen Kundennachfrage, jedoch klafft die Dynamik in den Teilsegmenten weit auseinander. Im Bereich der Optoelektronik prognostiziert das Unternehmen ein starkes Wachstum. Der Bedarf an Datacom-Lasern, die essenziell für den Ausbau von KI-Rechenzentren sind, soll sich im laufenden Jahr mehr als verdoppeln.

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Diese Aussicht auf lukrative KI-Aufträge lässt Marktteilnehmer über die anhaltende Schwäche bei der SiC-Leistungselektronik hinwegsehen. Dort drücken erhebliche Marktüberkapazitäten auf die Stimmung. Eine spürbare Erholung durch den Hochlauf von 800-Volt-Batteriesystemen in der Elektromobilität erwartet das Management erst ab dem Jahr 2027.

Wie stark der Markt den KI-Faktor gewichtet, spiegelt sich in der jüngsten Kursrally wider. Mit dem Schlusskurs vom Freitag markierte das Papier bei 38,17 Euro exakt ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel damit einen massiven Wertzuwachs von über 295 Prozent. Diese Bewertung muss nun den anstehenden Realitätsabgleich überstehen. Am 30. April stehen die Zahlen für das erste Quartal an. Mit erwarteten Umsatzerlösen von lediglich rund 65 Millionen Euro fällt der Jahresauftakt voraussichtlich bescheiden aus, entspricht aber dem üblichen saisonalen Muster des Unternehmens.

Fundamentale Stabilität und Expansion

Um die asiatische Kundschaft künftig besser bedienen zu können, fließen derweil rund 40 Millionen Euro in ein neues Werk in Malaysia. Ab Ende 2027 sollen dort Montage und Tests stattfinden. Finanziell ist Aixtron für diese Expansion mit Zahlungsmitteln von über 224 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 88 Prozent solide gerüstet. Das Gesamtjahresziel liegt bei einem Umsatz von etwa 520 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von bis zu 42 Prozent. Zudem ist eine stabile Dividende von 0,15 Euro je Aktie geplant.

Der Fokus richtet sich nun vollständig auf den anstehenden Quartalsbericht Ende April. Solange die Bestellungen aus dem KI-Sektor die ambitionierten Prognosen erfüllen, dürfte die Schwäche im SiC-Segment vom Markt weiterhin toleriert werden. Ein unerwarteter Einbruch der Datacom-Nachfrage würde die aktuelle Bewertung bei diesen Kursniveaus jedoch sofort auf den Prüfstand stellen.

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