Aixtron Aktie: Optoelektronik springt auf 52 Prozent
Aixtron verzeichnet einen strategischen Wandel hin zur Optoelektronik und hebt trotz schwachem Q1 die Jahresprognose an.

- Optoelektronik-Anteil steigt auf 52 Prozent
- Auftragseingang wächst um 30 Prozent
- Jahresprognose trotz Verlusten angehoben
- Neue Fabrik in Malaysia geplant
Noch vor einem Jahr machten Optoelektronik-Anlagen gerade einmal zehn Prozent von Aixtrons Erlösen aus. Im ersten Quartal 2026 sind es bereits 52 Prozent — und dieser Wandel erklärt, warum die Aktie seit Jahresbeginn um rund 141 Prozent zugelegt hat.
Aufträge ziehen stark an
Der Auftragseingang kletterte im ersten Quartal auf 171,4 Millionen Euro, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber ist die rasant steigende Nachfrage nach MOCVD-Systemen für Telekommunikations- und Datenkommunikationslaser — jene Komponenten, die in KI-Rechenzentren beim Wechsel von Kupfer- auf Glasfaserverbindungen gebraucht werden. Aixtron-Chef Grawert bezeichnete dies als „Wendepunkt“ und verwies auf Multi-Tool-Bestellungen, die weit in das Jahr 2027 hineinreichen. Der Auftragsbestand stieg zum Ende März auf 359,1 Millionen Euro.
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Schwaches Quartal, angehobene Prognose
Die Q1-Zahlen selbst sind weniger beeindruckend. Der Umsatz fiel auf 59,4 Millionen Euro — gut die Hälfte des Vorjahreswerts — und das operative Ergebnis rutschte mit minus 22,3 Millionen Euro in den roten Bereich. Einmalkosten aus einem laufenden Stellenabbau belasteten zusätzlich. Die Bruttomarge lag bei 18 Prozent.
Trotzdem hob der Vorstand die Jahresprognose an: Der Zielumsatz steigt auf 560 Millionen Euro (zuvor 520 Millionen Euro), die angestrebte EBIT-Marge auf 17 bis 20 Prozent. Für das zweite Quartal erwartet Aixtron einen Umsatz von rund 110 Millionen Euro — nahezu doppelt so viel wie in Q1, da größere Systemlieferungen ab sofort anlaufen.
Der operative Cashflow verbesserte sich auf 53,6 Millionen Euro, der Free Cashflow auf 48,5 Millionen Euro. Strategisch plant Aixtron eine neue Produktionsstätte in Penang, Malaysia, mit rund 40 Millionen Euro Investitionsvolumen und angestrebter Produktionsbereitschaft ab Mitte 2027.
Hauptversammlung und weiterer Ausblick
Am 13. Mai 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor. Auf der Tagesordnung steht außerdem ein neues Genehmigtes Kapital 2026, inklusive Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss.
Die Aktie notiert aktuell bei 47,25 Euro und damit rund sieben Prozent unter dem Jahreshoch von 50,96 Euro. Nach dem starken Lauf — allein in den vergangenen 30 Tagen fast 29 Prozent Zuwachs — hat sich das Tempo zuletzt etwas abgekühlt. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Aixtron eine Erholung der GaN-Nachfrage; bei SiC rechnet das Management frühestens Ende 2026, möglicherweise erst Anfang 2027 mit einer Belebung.
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