Aixtron sieht wieder schwarz und die Börse feiert

Der Spezialmaschinenbauer Aixtron präsentierte das Zahlenwerk für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres und konnte damit die Analystenseite deutlich überraschen. Erstmals seit dem vierten Quartal 2013 konnte der Konzern beim EBITDA wieder schwarze Zahlen vorweisen.

 

© Aixtron SE
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Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass der Konzern seine Umsatzprognose für dieses Jahr gesenkt hatte. Grund hierfür waren Lieferverschiebungen. So hatten Analysten im Durchschnitt mit einem EBITDA von rund -2 Mio. Euro gerechnet.

 

Starker Sprung beim Ergebnis

Schlussendlich lag das EBITDA im 3. Quartal bei 4,1 Mio. Euro nach -15,3 Mio. Euro im Vorquartal. Die Umsatzerlöse erreichten 54,6 Mio. Euro und lagen damit über denen des 2. Quartals mit 40,4 Mio. Euro.

Das Bruttoergebnis stieg von 3,6 Mio. Euro im Vorquartal auf 17,8 Mio. Euro. Entsprechend zog auch die Bruttomarge von 9% zuvor auf 33% an. Auch das EBIT lag mit 1,5 Mio. Euro wieder im positiven Bereich, nachdem im 2. Quartal hier noch ein Minus von 17,9 Mio. Euro ausgewiesen werden musste. Die EBIT-Marge stieg von -44% auf 3%. Unter dem Strich lag das Nettoergebnis bei 0,3 Mio. Euro nach -18,1 Mio. Euro im Vorquartal.

Bezogen auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres stagnierten die Umsatzerlös. Mit 135,3 Mio. Euro lag man damit fast auf dem Niveau des Vergleichszeitraumes des Vorjahres mit 135,8 Mio. Euro. Das EBITDA konnte von -27,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf -17,6 Mio. Euro verbessert werden und auch beim EBIT reduzierte sich der Verlust von -39,4 Mio. Euro auf -25,2 Mio. Euro.

 

Auftragseingang bei Aixtron zeigt Schwäche

Einige Sorgenfalten zeigen sich bei der Entwicklung des Auftragseingangs. Dieser sank von 52,5 Mio. Euro im 2. Quartal auf aktuell 34,4 Mio. Euro. Bezogen auf neun Monate ging es von 149,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 135,8 Mio. Euro abwärts.

Als Grund hierfür gab der Vorstand von Aixtron die weiterhin verharrende Nachfrage im Bereich von LEDs, Laser, Speicherchips und Leistungselektronik an. Zugleich seien auch die Auswirkungen von laufenden Qualifizierungsprozessen für die AIX R6 Showerhead-Anlage dafür mitverantwortlich.

 

Vorstand bekräftigt Zielsetzung

Bekräftigt wurde das Ziel, in diesem Jahr Umsatzerlöse in Höhe von 190 bis 200 Mio. Euro zu erzielen. Zugleich soll im 2. Halbjahr weiterhin die EBITDA-Gewinnschwelle erreicht werden, sodass für das Gesamtjahr zwar ein negatives EBIT und Jahresergebnis erwartet wird, dieses aber gegenüber dem Vorjahr verbessert werden soll.

 

Anleger greifen zu

Die Analysten von Hauck & Aufhäuser und dem Bankhaus Lampe sehen in Aixtron weiterhin einen Wert mit Wachstumsaussichten. Beide bestätigten unlängst ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 7,50 Euro bzw. 10 Euro.

151027 Aixtron

Der Markt feierte in einer ersten Reaktion die präsentierten Zahlen. Vorbörslich legten die Papiere von Aixtron bereits um mehr als 10% zu. Damit dürfte die Spannung zum Handelsbeginn weiter steigen. Es ist damit nicht ausgeschlossen, dass die Aktie den Sprung über die Marke von 6,00 Euro heute schaffen kann. Für langfristig orientierte Anleger sollte die Aktie eine Einstiegsüberlegung wert sein.

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