Aixtron: TOP 9 nach 450-Millionen-Wandelanleihe gestrichen
Aixtron setzt 450 Millionen Euro schwere Wandelanleihe um und passt die Hauptversammlungs-Agenda an. Das Unternehmen hebt zudem die Jahresprognose an.

- Wandelanleihe über 450 Millionen Euro begeben
- Tagesordnungspunkt 9 der HV gestrichen
- Auftragseingang steigt um 30 Prozent
- Jahresprognose auf 560 Millionen Euro angehoben
Aixtron streicht einen Tagesordnungspunkt von seiner Hauptversammlung — nicht aus Schwäche, sondern weil er schlicht nicht mehr nötig ist. Das Unternehmen hat seine Finanzierung bereits geregelt, bevor die Aktionäre überhaupt abstimmen konnten.
Wandelanleihe macht HV-Punkt überflüssig
Im April 2026 platzierte Aixtron unbesicherte Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von 450 Millionen Euro und einer Laufzeit bis April 2031. Damit erledigte sich Tagesordnungspunkt 9 von selbst. Vorstand und Aufsichtsrat hatten genau das angekündigt: Sobald die Begebung abgeschlossen ist, fällt der Punkt weg. Die Absetzung ist im Bundesanzeiger vom 24. April dokumentiert.
Die Wandelschuldverschreibungen sind in neue oder bestehende Aktien wandelbar — entsprechend rund 7,9 Prozent des Grundkapitals. Tagesordnungspunkt 8 bleibt hingegen bestehen. Er betrifft die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2026 samt Bezugsrechtsausschluss.
Die ordentliche Hauptversammlung findet am 13. Mai 2026 um 10:00 Uhr MESZ statt. Auf der Agenda stehen unter anderem die Gewinnverwendung für 2025 sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Schwaches Quartal, starker Auftragseingang
Kurz vor der HV liefert Aixtron auch operative Zahlen. Der vorläufige Umsatz im ersten Quartal 2026 lag bei rund 59 Millionen Euro — nach 112,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis rutschte auf minus 22 Millionen Euro. Der vollständige Q1-Bericht soll am 30. April erscheinen.
Gegenläufig entwickelte sich der Auftragseingang: Er stieg um rund 30 Prozent auf circa 171 Millionen Euro. Gut 65 Prozent entfielen dabei auf das Segment Optoelektronik. Aixtron sieht dort anhaltend starke Nachfrage — insbesondere für seine G10-AsP-Anlage, die als bevorzugtes Werkzeug für die nächste Generation photonischer Bauelemente in der KI-Kommunikation gilt.
Prognose angehoben, Kasse gut gefüllt
Auf Basis dieser Dynamik hebt Aixtron die Jahresprognose an. Das Unternehmen erwartet nun Umsätze von rund 560 Millionen Euro — in einer Bandbreite von plus/minus 30 Millionen Euro — sowie eine EBIT-Marge von 17 bis 20 Prozent.
Trotz des operativen Verlusts verbesserte sich die Kassenlage. Die liquiden Mittel stiegen von 224,6 Millionen Euro auf rund 273 Millionen Euro zum Quartalsende. Die Wandelanleihe stärkt diesen Puffer zusätzlich.
Der Kurs hat die operative Schwäche des ersten Quartals bislang weggesteckt: Seit Jahresbeginn legte die Aktie mehr als 127 Prozent zu. Der vollständige Q1-Bericht am 30. April wird zeigen, ob das Optoelektronik-Segment bereits nennenswerte Umsätze generiert — oder ob die starken Auftragseingänge noch auf ihre Umwandlung in Erlöse warten.
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