Akamai Aktie: Anthropic-Milliarden!

Der Cloud-Anbieter investiert rund 5,5 Milliarden Dollar in Kapazitäten; die Umsatzprognose für 2026 bleibt davon unberührt.

Die Kernpunkte:
  • Anthropic-Vertrag zunächst sieben Jahre
  • Erweiterung um bis zu neun Milliarden Dollar vorgesehen
  • Lenovo unterstützt Rechenzentrumsausstattung
  • JPMorgan erhöht Kursziel auf 167 Dollar

Ein milliardenschwerer Großauftrag markiert für Akamai Technologies eine deutliche Weichenstellung im Cloud-Geschäft. Im heutigen Handel legt das Papier um 1,4 Prozent auf 96,46 Euro zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf 28 Prozent.

Großinvestitionen und langfristige Bindung

Die Kooperation mit dem KI-Unternehmen Anthropic sichert Akamai ein festes Auftragsvolumen von 11,6 Milliarden $ über eine anfängliche Laufzeit von sieben Jahren. Eine spätere Erweiterung um bis zu weitere 9 Milliarden $ ist vertraglich vorgesehen. Für die Bereitstellung der zugesagten Kapazitäten veranschlagt Akamai Investitionen in Höhe von rund 5,5 Milliarden $.

Das Management rechnet daraus mit keinen Auswirkungen auf die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026. Teil der Transaktion sind zudem Optionsscheine auf Stammaktien für Anthropic. Flankiert wird der Kapazitätsausbau durch Hardware- und Serviceabkommen, darunter eine mehrjährige Vereinbarung mit dem Technologiekonzern Lenovo zur Ausrüstung der Rechenzentren.

Partnernetzwerk und personelle Meldungen

Am Dienstag erweiterte Akamai zudem sein Partnerprogramm um den Dienstleister SoftServe. Die Zusammenarbeit umfasst Edge-KI-Dienste, Multicloud-Optimierung sowie begleitende Beratung. Beide Unternehmen kündigten an, ihre gemeinsamen Lösungen vom 20. bis 22. Oktober 2026 auf der Branchenkonferenz NVIDIA GTC Berlin zu präsentieren.

Personelle Bewegung gab es unterdessen in der Führungsetage des Konzerns. Executive Vice President Sundaram Mani veräußerte am 25. September Unternehmensanteile. Die Transaktion erfolgte planmäßig im Rahmen eines zuvor aufgesetzten Handelsplans nach Rule 10b5-1.

Analysten heben Kursziele an

Die strategischen Vereinbarungen veranlassten mehrere Banken am 25. September zu neuen Einstufungen. Piper Sandler bestätigte die Einstufung mit „Overweight“ und setzte das Kursziel auf 158 $. JPMorgan hob den Zielwert auf 167 $ an und beließ das Votum bei „Neutral“.

Medienberichten zufolge passten auch Häuser wie Guggenheim und Bank of America ihre Bewertungen nach oben an, womit die Kurszielspanne bis zu 225 $ reicht. Der Fokus des Marktes richtet sich nun auf die schrittweise Bereitstellung der zugesagten Rechenkapazitäten.

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