Aker BP Aktie: Lundin-Familie verkauft Aktienpaket
Die Lundin-Familie platziert 14 Millionen Aker-BP-Aktien und erzielt rund 4,94 Milliarden norwegische Kronen; der Kurs gibt nach.

- Nemesia veräußert 14 Millionen Aktien
- Platzierung bringt 4,94 Milliarden Kronen
- Aker-BP-Kurs fällt um 3,2 Prozent
- 90-tägige Haltefrist für Restbestand
Milliardenplatzierung durch die Lundin-Familie
Mit einem milliardenschweren Aktienverkauf sorgt die schwedische Lundin-Familie heute für Bewegung bei Aker BP. Über ihre Beteiligungsgesellschaft Nemesia veräußerte die Familie 14 Millionen Anteilsscheine des norwegischen Öl- und Gasproduzenten. Die Transaktion spült brutto rund 4,94 Milliarden norwegische Kronen in die Kassen der Verkäufer.
Der Verkauf erfolgte im Rahmen einer Platzierung, die von der Investmentbank Barclays arrangiert wurde. Der Platzierungspreis lag bei 353 norwegischen Kronen je Papier. Dies entsprach einem Abschlag von rund 4,0 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages, der an der Osloer Börse bei 367,70 norwegischen Kronen notierte.
Für die verbleibenden Anteile ging Nemesia eine marktübliche Verpflichtung ein. Das Unternehmen stimmte einer 90-tägigen Haltefrist zu, in der keine weiteren Papiere aus dem Bestand abgegeben werden dürfen. Diese Vereinbarung soll kurzfristig weiteren Verkaufsdruck aus dem Markt nehmen.
Kursreaktion nach kräftigem Jahresverlauf
Die Marktteilnehmer reagierten mit Verkäufen auf die Nachricht der Platzierung. Im europäischen Handel notiert die Aker-BP-Aktie heute bei 32,42 Euro, was einem Rückgang von 3,2 Prozent entspricht.
Der Teilrückzug der Lundin-Familie folgt auf eine Phase deutlicher Wertsteigerungen.
Operatives Geschäft bleibt unberührt
Für den Ölkonzern selbst ändert der Besitzerwechsel an den grundlegenden Projekten nichts. Das Unternehmen treibt seine Aktivitäten auf dem norwegischen Kontinentalschelf wie geplant voran.
Aker BP stützt sich auf eine breite Basis etablierter Förderfelder und führt parallel dazu neue Entwicklungsvorhaben in der Nordsee durch. Mit dem Abschluss der Platzierung und der dreimonatigen Stillhaltefrist für den Großaktionär sind die Eigentumsverhältnisse für die kommenden Monate klar abgesteckt.
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