Akoustis Aktie: 0,0001 Dollar nach Nasdaq-Delisting

Der insolvente 5G-Filter-Hersteller Akoustis wurde an SpaceX verkauft und notiert nun bei 0,0001 Dollar im Freiverkehr.

Die Kernpunkte:
  • Qorvo-Urteil über 59 Millionen Dollar
  • Verkauf an SpaceX-Tochter Tune Holdings
  • Delisting von der Nasdaq im Mai 2025
  • Aktie handelt bei 0,0001 Dollar

Akoustis war einst ein aufstrebender Hersteller von Hochfrequenz-Filtern für 5G. Heute existiert das Unternehmen als operativer Betrieb nicht mehr – und die Aktie notiert bei 0,0001 Dollar.

Die Geschichte endete vor Gericht: Qorvo erwirkte ein Urteil über rund 59 Millionen Dollar wegen Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und Patentverletzung. Das brachte Akoustis im Dezember 2024 in die Chapter-11-Insolvenz.

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Deal mit SpaceX-Tochter

Die Gläubiger entschieden sich für einen kompletten Verkauf. Käufer wurde Tune Holdings, eine Tochter von SpaceX. Der Preis: rund 30,2 Millionen Dollar in bar zuzüglich übernommener Verbindlichkeiten. Der Verkauf wurde als going-concern-Transaktion durchgeführt – Tune Holdings will die verbliebenen Aktivitäten und das Team fortführen.

Der Kaufpreis lag deutlich unter der Urteilssumme. Ein Zeichen für die angespannte Lage des Unternehmens.

Delisting und OTC-Handel

Am 23. Mai 2025 endete die Notierung an der Nasdaq. Die Aktie wird seitdem im Freiverkehr unter dem Kürzel AKTSQ gehandelt. Der Kurs? 0,0001 Dollar. Kein Versehen – das ist der reale Marktwert einer Aktie, deren operatives Geschäft nicht mehr existiert.

Die ehemalige Betriebsgesellschaft heißt inzwischen ATech (Parent) Resolution Corp. und steckt mitten im Liquidationsverfahren. Anleger halten keine Anteile mehr an einem operativen Unternehmen – sondern an einer insolventen Abwicklungsmasse. Traditionelle Kennzahlen wie Umsatzwachstum oder Auftragseingang sind Makulatur.

Für Aktionäre bleibt nur noch der Blick auf die Gerichtsakten des Chapter-11-Verfahrens. Der Prozess läuft, die Fristen für Gläubigerforderungen sind gesetzt. Ob es eine Ausschüttung gibt und in welcher Höhe, entscheidet allein das Insolvenzgericht.

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