Aktionäre aufgepasst – Warum ich einen Crash um 20 Prozent erwarte…

Inzwischen erinnern mich viele Konjunkturdaten stark an das Krisenjahr 2008. Das einzige was die US-Wirtschaft aber überhaupt nicht gebrauchen kann, ist eine weitere Abschwächung. Zumal die allzeit optimistischen Volkswirte ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 immer weiter nach unten schrauben. Derzeit liegen sie mit 1,8 Prozent am Rekordtief – Tendenz: deutlich sinkend.

© Pixabay
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Wie skeptisch der Anleihenmarkt die Perspektiven für die Wirtschaft einschätzt, zeigen die zehnjährigen Staatsanleihen unmissverständlich. Der Zins ist auf nur mehr 1,7 Prozent eingebrochen und nähert sich damit rapide dem Rekordtief von knapp unter 1,5 Prozent von Mitte 2012, also dem Höhepunkt der Schuldenkrise in Europa. Das ist ein starkes Krisensignal.

Hätte der US-Aktienmarkt in den vergangenen Monaten auf die dunkelroten Warnsignale des Anleihenmarkts reagiert, läge der S&P500 mit rund 2.100 Punkten nicht knapp zwei Prozent unter dem Rekordhoch. Vielmehr wäre ein Indexstand von rund 1.750 Punkten – also ein Rückgang um fast 20 Prozent – angesagt. Ich fürchte, dass es in den nächsten Monaten zu einem deutlichen Kursrückgang beim S&P500 kommen wird. Während viele US-Daten in einer Abwärtsspirale bleiben werden, steckt Yellen enorm in der Zwickmühle:

Eigentlich kann sie die Zinsen bei der Sitzung Ende Juli keineswegs erhöhen, weil die Wirtschaft schwach ist. Wenn Yellen eine Erhöhung einmal mehr auf Eis legen sollte, büßt die Notenbank aber noch mehr an Glaubwürdigkeit ein, weil auch dem allerletzten Investor klar werden sollte, wie schwach die Wirtschaft ist. Sollte Yellen entgegen jeder Vernunft die Zinsen doch erhöhen, wird sich die Wirtschaft noch schneller abschwächen, was für noch größeren Druck auf den S&P500 sorgen wird.

Rat an meine Leser:

Gold sollte zusehends glänzen und schon bald das 52-Wochen-Hoch bei knapp 1.300 Dollar je Unze ins Visier nehmen. Denn bei noch schwächeren US-Daten wird der Dollar den Rückwärtsgang einlegen und die Zinsen kräftig sinken. Damit bekäme Gold wieder von zwei Seiten Rückenwind. Meiner Meinung nach sollten Sie den Kursrückgang bei dem Edelmetall nutzen, um Ihre Bestände weiter aufzustocken. Die Perspektiven für Gold sind besser denn je. Mit einer soliden Goldposition erhalten Anleger ihre Kaufkraft in schlechten Zeiten. Sie dürften für viele unvorbereitete Anleger schneller näher kommen, als ihnen lieb ist.

Die obenstehende Kolumne ist ein Auszug aus dem Gold-Brief. Geschrieben von Gold-Experte Egmond Haidt, werden die Leser alle 2 Wochen kostenlos über die Entwicklungen bei Gold informiert! Kein Abo, keine Weitergabe der Daten!

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Egmond Haidt ist gelernter Bankkaufmann und somit schon in jungen Jahren mit den Finanzmärkten in Kontakt gekommen. Nach seinem Studium an der Fachhochschule Würzburg begann er im Jahr 2000 als Redakteur bei Börse Online. Im Zuge der Finanzkrise hat er sich im Jahr 2007 auf den Goldmarkt spezialisiert und befasst sich seither täglich mit der Materie. Daher setzte Herr Haidt bereits seit 2008 bis 2011 auf steigende Preise bei Gold.

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